Georgiens Ex-Präsident nach Hungerstreik im Spital

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Der inhaftierte georgische Ex-Präsident und Oppositionsführer Michail Saakaschwili ist nach mehrwöchigem Hungerstreik in ein Gefängniskrankenhaus verlegt worden. Die Strafvollzugsbehörde teilte am Montag mit, Saakaschwili sei in eine medizinische Einrichtung für Häftlinge verlegt worden, „um eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands zu verhindern“. Zudem gebe es ein erhöhtes Risiko für seine Sicherheit.

Der Oppositionsführer war nach acht Jahren im Exil Anfang Oktober nach Georgien zurückgekehrt und sofort festgenommen worden. Während seiner Präsidentschaft von 2004 bis 2013 hatte er einen pro-westlichen Kurs verfolgt. 2018 wurde er in Abwesenheit zu sechs Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs verurteilt.

Saakaschwili, der inzwischen die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzt, weist den Vorwurf als politisch motiviert zurück. Er trat nach seiner Festnahme umgehend in den Hungerstreik. Anhänger Saakaschwilis wollten am Montagabend in Tiflis für seine Verlegung in ein ziviles Krankenhaus demonstrieren. Ärzte hatten zuvor nach einer Untersuchung Saakaschwilis erklärt, es gebe ein „hohes Risiko von Komplikationen“. Er müsse dringend in einer „sehr gut ausgestatteten Klinik behandelt werden“.

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