ÖFB-U21 gibt sich bei 3:0-EM-Quali-Sieg in Baku keine Blöße

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Österreichs U21-Fußball-Nationalteam hat Aserbaidschan auch in Baku in die Schranken gewiesen und den erhofften Pflichtsieg in der EM-Qualifikation eingefahren. Die ÖFB-Auswahl gewann am Freitag dank Toren von Emanuel Aiwu (42.) und Romano Schmid (72./Elfmeter, 75.) mit 3:0 und schaffte damit eine gelungene Generalprobe vor dem Dienstag-Duell mit Kroatien in Ried. Der Gruppe-A-Leader hat drei Punkte mehr als die Österreicher auf dem Konto und ein Spiel weniger ausgetragen.

Aiwu und Co. sind deshalb auch kommende Woche (20.30 Uhr/live ORF Sport +) im letzten Spiel des Jahres gegen die noch makellosen Kroaten zum Siegen gezwungen, um eine realistische Chance auf Rang eins und das damit verbundene Fixticket für die Endrunde 2023 in Rumänien und Georgien zu wahren. Gegen Aserbaidschan war es nach dem Heim-6:0 der zweite Sieg in der laufenden Kampagne, in der vier Erfolgen auch zwei bittere Niederlagen gegenüberstehen.

„Wir haben in einer schwierigen Situation einen souveränen Auswärtssieg gefeiert. Im Hinblick auf die Quali war es ein K.o.-Spiel für uns“, sagte Teamchef Werner Gregoritsch. Nach nur zwei absolvierten gemeinsamen Trainings sei es klar, dass noch nicht alle Abläufe gepasst hätten. „Dafür haben es die Burschen sehr gut gemacht. Die Jungen, die reingekommen sind, haben mir eine unheimliche Freude gemacht. Die Etablierten haben ihre Aufgabe erfüllt, sind vorangegangen und haben das Team geführt. Jetzt heißt es an den Fehlern zu arbeiten, um gegen Kroatien ebenfalls erfolgreich zu sein.“

Gregoritsch veränderte seine Startelf aufgrund zahlreicher Ausfälle sowie auch zum A-Team aufgestiegenen Akteuren wie Nicolas Seiwald gleich an sieben Positionen. Im Vergleich zum 1:3 in Finnland blieben nur Goalie Niklas Hedl, Muhammed-Cham Saracevic, Aiwu und Jonas Auer in der Mannschaft. Die Abwehr musste völlig neu formiert werden. Das hatte keine Auswirkung auf das Spiel, da die Hausherren keine Torgefahr ausstrahlen konnten.

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Die ÖFB-Truppe kontrollierte das Geschehen, der Treffer von Aiwu war vor der Pause trotzdem die einzig wirklich gefährliche Aktion. Der Rapid-Allrounder schnappte sich im Mittelkreis den Ball, wurde in der Folge nicht wirklich attackiert, zog aus fast 20 Metern ab und traf genau ins Eck.

Nach Wiederbeginn erarbeiteten sich die Gäste ein Chancenplus. Vor allem in starken Minuten zwischen der 53. und 57. lag der zweite Treffer in der Luft, da vergaben aber Auer, Saracevic, Schmid und David Nemeth. Ab der 68. Minute verhalf Gregoritsch mit Matthias Braunöder und Muharem Huskovic zwei Austrianern zu ihrem U21-Debüt. Und Huskovic glänzte dabei. Vier Minuten nach seiner Einwechslung holte er - von Arsen Aghjabayov gefoult - einen Elfmeter heraus, den Schmid sicher verwandelte.

Der Bremen-Legionär machte kurz darauf seinen Doppelpack mit einem Schuss von knapp außerhalb des Strafraums perfekt. Da hatte Huskovic mit einem überlegten Pass den Assist gegeben. „Wir haben gesehen, dass wir auch an einem Tag, an dem wir nicht unser bestes Spiel machen, gewinnen und zu Null spielen können. Dieses Selbstvertrauen nehmen wir jetzt mit für das Kroatien-Match“, sagte Schmid. Die Kroaten hatten am Donnerstag auch dank einem Treffer von Salzburg-Stürmer Roko Simic gegen Estland mit 2:0 gewonnen und damit auch die fünfte Partie für sich entschieden.


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