EM-Ticket für ÖFB-U21 nach 1:3 gegen Kroatien sehr weit weg

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Für Österreichs U21-Fußball-Nationalteam ist die EM 2023 in Georgien und Rumänien zum Abschluss des Länderspieljahres in ganz weite Ferne gerückt. Die Truppe von Teamchef Werner Gregoritsch unterlag am Dienstagabend in Ried dem weiter makellosen Qualifikations-Gruppe-A-Führenden Kroatien mit 1:3 (0:2) und kassierte damit im siebenten Spiel die dritte Niederlage. Der Rückstand des Dritten wuchs auf sechs Punkte an, wobei der Leader auch ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Auch auf Platz zwei fehlen schon drei Punkte, da Norwegen in Aserbaidschan 2:1 gewann. Auch die Norweger haben noch eine Partie in der Hinterhand, weshalb die ÖFB-Auswahl auch im Kampf um Rang zwei, der noch einen Platz im Play-off bringt, arg ins Hintertreffen geraten ist. „Die Mannschaft wird den Glauben nicht verlieren und darum kämpfen, vielleicht noch ins Play-off zu kommen“, versprach Gregoritsch im ORF Interview. Was dafür fix notwendig ist, wusste Abwehrspieler David Nemeth: „Am besten gewinnen wir jetzt alles.“

Für ihn und seine Kollegen geht es am 25. März 2022 nach Kroatien, dann stehen die Heim-Partien gegen die Norweger und Finnland an. Es geht also noch gegen jene Gegner, gegen die noch kein Punkt geholt wurde. In Finnland und Norwegen hatte es 1:3-Niederlagen gesetzt. Für die Niederlage am Dienstag waren Lukas Kacavenda (14.), Bartol Franjic (41.) und Salzburgs Luka Sucic (55./Elfmeter), der die anderen Treffer vorbereitete, verantwortlich. Einzige ÖFB-Ausbeute vor 1.300 Fans war das Ehrentor des neuerlich starken Romano Schmid (67.).

„Ich habe selten eine Mannschaft von mir gesehen, die so übermotiviert oder ängstlich aufgetreten ist. Es hat in der ersten Halbzeit so ähnlich ausgesehen wie Jugendfußball gegen Erwachsenenfußball. Es war sehr bitter, dass wir da so aufgetreten sind“, resümierte Gregoritsch. In der zweiten Halbzeit habe sein Team ein „anderes Auftreten“ gezeigt. „Aber wir haben auch kein Glück, wie wir unsere Chancen verhauen, das ist sehr bitter“, sagte der Steirer. Selbstkritisch gaben sich die Kicker. „Wir wissen, dass wir alle kein gutes Spiel gemacht haben“, gab Schmid zu. Goalie Niklas Hedl ergänzte: „Erste Hälfte haben wir komplett verschlafen.“

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Gregoritsch veränderte sein Team gegenüber dem 3:0 in Aserbaidschan an drei Positionen. Die vom A-Team herunter gekommenen Yusuf Demir und Junior Adamu waren genauso dabei wie Matthias Braunöder. Bei den Kroaten starteten mit Sucic und Stürmer Roko Simic zwei Salzburg-Kicker. Und die hatten mehr Grund zum Jubeln als die Hausherren, die früh in Rückstand gerieten. Hedl ließ sich von einem Weitschuss von Kacavenda aus mehr als 20 Metern überraschen (14.).

Die Gastgeber hielten das Geschehen in der Folge offen, der Abschluss war aber zumeist mangelhaft. Das Gefährlichste war eine Adamu-Hereingabe, nach der Schmid im Rutschen am Fünfer den Ball nicht richtig traf (18.). Demir schoss deutlich drüber (20.), auch Adamu verfehlte das Tor doch deutlich (30.). Ganz anders die Effizienz bei den Kroaten: Nach einer Sucic-Freistoßflanke köpfelte Franjic ins lange Eck und der Ball landete via Innenstange wohl hinter der Linie, wo Hedl den Ball aufnahm (41.).

Nach Wiederbeginn leistete sich Emanuel Aiwu ein unnötiges Foul knapp innerhalb des Strafraums an Antonio Martin und Sucic traf vom Elfmeterpunkt souverän in die Mitte. Der 19-Jährige hat damit in seinen bisher vier Länderspielen immer getroffen. Österreich drückte in der Folge vehement und kam nach einer verpassten Dreifachchance (65.) durch Schmid, der aus 18 Metern traf, zum 1:3. Ein knapperes Ergebnis verhinderte die Stange. Adamu traf sowohl per Kopf (74.) als auch mit dem Fuß (76.) das Aluminiumgehäuse.


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