Zeichen stehen auf Corona-Lockdown für alle ab Montag

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Bei der LH-Konferenz am Achensee in Tirol stehen die Zeichen auf einen Corona-Lockdown für alle ab Montag. Wie die „Kronen Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe berichtet, soll dieser zunächst einmal zehn Tage dauern, kann bei Bedarf aber um weitere zehn verlängert werden. Danach soll er nur noch für Ungeimpfte gelten. Wie es aus Verhandlungskreisen gegenüber der APA hieß, werde das gerade final diskutiert, Beschluss gebe es bis dato aber keinen.

Die Pläne seien das vorläufige Ergebnis der Gespräche, die bis 3.00 Uhr gedauert hätten, hieß es aus Verhandlerkreisen. Fix beschlossen sei der Lockdown aber noch nicht. Aktuell würde bereits wieder verhandelt. Es würden aber wohl nur mehr die Details fixiert, hieß es. Auch eine Impfpflicht sei zuletzt Teil der Gespräche gewesen, dafür hatten sich etwa der steirische Landeschef Hermann Schützenhöfer und auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (beide ÖVP) stark gemacht.

Die Bundesregierung und die Länder werden zu Mittag bekannt geben, wie die aktuell explodierenden Corona-Zahlen in den Griff bekommen werden sollen. Salzburg und Oberösterreich haben am Donnerstag bereits den Lockdown für alle ab Montag ausgerufen. Schon Donnerstagabend wurde in Tirol verhandelt, ob dieser auch österreichweit verhängt wird oder ob in den sieben anderen Ländern gelindere Maßnahmen wie etwa nächtliche Ausgangssperren auch für Geimpfte reichen.

Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) waren bereits Donnerstagabend an den Tiroler Achensee gefahren, um mit den für die Landeshauptleutekonferenz zusammengekommenen Ländervertretern über das weitere Vorgehen zu beraten. Widerstand gegen einen österreichweiten Lockdown gab es in den Reihen der ÖVP: Kanzler Schallenberg hat sich wiederholt dagegen ausgesprochen, die für die Ungeimpften bereits geltenden Ausgangsbeschränkungen auch auf Geimpfte auszudehnen. Auch die ÖVP-geführten Länder Niederösterreich, Tirol und Steiermark waren nicht bereit, dem Vorbild Salzburgs und Oberösterreichs zu folgen - die sich angesichts dramatischer Appelle aus den Krankenhäusern und erschreckend hoher Zahlen letztlich doch zu einem Lockdown für alle entschieden hatten.

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Solidarisch mit diesen beiden Ländern zeigten sich hingegen die SPÖ-regierten Länder Kärnten, Wien und Burgenland. Sie sind, obwohl zumindest Wien und das Burgenland die vierte Welle deutlich besser im Griff haben, durchaus zu einem Lockdown für alle bereit.


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