Weniger positive Schul-PCR-Tests

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An den Schulen ist die Zahl der positiven PCR-Tests im Vergleich zur Vorwoche vorerst gesunken. Am Montag und Dienstag wurden (ohne Wien) 2.267 positive PCR-Tests registriert. 19 Schulen und 492 Klassen sind geschlossen. Zum Vergleich: Am Mittwoch der Vorwoche wurden rund 3.100 positive Tests vermeldet, damals waren elf Schulen und 407 Klassen in Quarantäne.

In Oberösterreich wurden 624 positive Tests verzeichnet (Mittwoch der Vorwoche: 1.210), in der Steiermark 439 (676), in Niederösterreich 330 (557), in Tirol 319 (84), in Kärnten 239 (86), in Salzburg 152 (176) in Vorarlberg 116 (215) und im Burgenland 48 (86). Bis zum Ende der Vorwoche kamen dann in manchen Bundesländern aber noch Nachmeldungen dazu.

Damit ist die Zahl der registrierten positiven Schultests in Tirol und Kärnten stark gestiegen, in Salzburg leicht und in allen anderen Ländern deutlich gesunken. Der Rückgang ist in diesen Ländern auch jeweils stärker als es aufgrund der niedrigeren Schülerzahlen (seit Montag ist an den Schulen die Präsenzpflicht aufgehoben, Anm.) zu erwarten gewesen wäre. Dementsprechend gesunken ist auch die Positivitätsrate der Tests: Schlugen in der Vorwoche noch 0,55 Prozent an, waren es in dieser Woche bisher 0,41 Prozent.

In Wien wird zweimal die Woche PCR-getestet, die Zahlen für die Bundeshauptstadt liegen daher erst am Freitag vor. Die obigen Zahlen enthalten dabei nur die im Zug der Massen-PCR-Testungen an den Schulen abgegebenen Positiv-Tests - PCR-Tests, die zusätzlich etwa aufgrund eines positiven Antigentests angeordnet werden, fließen nicht ein.

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Nicht mehr stark gestiegen ist dementsprechend die Zahl der Quarantänen. Gegenüber Mittwoch der Vorwoche gab es zwar noch ein Plus, gegenüber vorgestern, Montag, kamen noch drei Schulen dazu, während die Zahl der Klassen unverändert blieb.

Das Bildungsministerium hat unterdessen neuerliche Kritik an angeblich mangelhafter Aussagekraft seines „Alles spült“-Programms, über das die PCR-Schultests an Wiener Volksschulen und allen Altersgruppen der übrigen Bundesländer abgewickelt werden, zurückgewiesen. Zuletzt hatte etwa der Mikrobiologe Michael Wagner von der Uni Wien erneut bemängelt, dass wegen des zu niedrigen vorgegebenen CT-Grenzwerts von 35 schwach corona-positive Kinder bei „Alles spült“ als negativ eingestuft würden und damit weiter in die Schule gehen, obwohl sie mit der Zeit stärker positiv werden und potenziell andere Menschen anstecken könnten. Auch das Contact Tracing werde damit erschwert. Beim „Alles gurgelt“-Programm der Stadt Wien mit seinem sensitiveren Grenzwert sei das nicht der Fall.

Mittlerweile würden auch bei „Alles spült“ die Tests ab einem Grenzwert von mindestens 39 anschlagen, betonte man im Bildungsministerium gegenüber der APA. Bei den Covid Fighters, die in Wien (Volksschulen), Nieder- und Oberösterreich die Tests abwickeln, habe man wegen der Delta-Plus-Variante den Wert auf „knapp unter 40“ umgestellt, hieß es vom Unternehmen auf APA-Anfrage. Auch bei Novogenia, das für die übrigen Bundesländer zuständig ist, liege der Grenzwert mittlerweile bei mindestens 39, so das Bildungsressort. „Schade, dass das erst jetzt gemacht wurde“, kommentierte Wagner das gegenüber der APA. Er sei jedenfalls froh, dass dieser Fehler ausgemerzt worden sei.

Dass in Wien über das „Alles gurgelt“-Programm bei den älteren Schülern anteilsmäßig mehr positive Fälle gemeldet werden, liegt laut Ministerium allerdings auch daran, dass in der Bundeshauptstadt nicht nur die Schul-PCR-Tests selbst in die Statistik einfließen, sondern auch jene Tests, die Schüler oder Schulpersonal über ihr Konto auf der „Alles gurgelt“-Plattform abwickeln, weil sie Kontakt zu Infizierten hatten (oder sich „freitesten“ wollen).


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