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Österreichischer Komponist Thomas Larcher hat einen Lauf

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Thomas Larcher gehört zu den erfolgreichsten österreichischen Tonsetzern. Ungeachtet des heimischen Lockdowns hat der 58-jährige Komponist aus Tirol derzeit einen echten Lauf - in Deutschland. So bringen die Berliner Philharmoniker, die erstmals Larcher spielen, unter Semyon Bychkov sein neues Klavierkonzert am Donnerstag zur Erstaufführung. Als Solist für das Konzert in der Philharmonie, das auch am Freitag und Samstag zu hören sein wird, wurde Kirill Gerstein verpflichtet.

Der US-Pianist hatte bereits im Mai mit dem Concertgebouworkest aus Amsterdam die Uraufführung gestaltet. Larcher, einst selbst ein Meister am Klavier, bevor er sich voll und ganz dem Komponieren verschrieb, hat das rund halbstündige Konzert in drei Sätzen verfasst. Auf meditative Abschnitte folgen dabei stets energische, bewegte Abschnitte.

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Und wie immer bei Larcher verschränkt er dabei Tradition und Innovation. „Ich schreibe Musik in traditionellen Formaten, weil ich in dieser Welt groß geworden bin. Und ich möchte so frei und natürlich wie möglich für Musiker komponieren, die ganz ähnlich sozialisiert wurden“, unterstreicht Larcher im Programmheft zu seinem Konzert - ein Auftragswerk, an dem unter anderem auch das Wiener Konzerthaus beteiligt war.

Wer es nicht nach Berlin schafft, der kann sich unterdessen die Lockdownzeit auch mit einer neuen Larcher-Platte versüßen. Seine 2. Symphonie mit dem Beinamen „Kenotaph“, die 2016 ebenfalls von Bychkov mit den Wiener Philharmonikern im Musikverein uraufgeführt wurde, ist nun auch auf CD erschienen. Das Finnish Radio Symphony Orchestra hat das Werk unter Hannu Lintu für Ondine eingespielt. Ergänzt wird das symphonische Format von der lyrischen „Nacht der Verlorenen“, die von Shootingstar Andrè Schuen eingesungen wurde. Hierbei hat Larcher posthum veröffentlichte Fragmente von Ingeborg Bachmann vertont.

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