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ÖHB-Frauen ohne Chefcoach gegen die „WM-Unbekannte“

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Den Auftakt zur lange ersehnten WM in Spanien haben sich Österreichs Handball-Frauen etwas anders vorgestellt. Weil aber in letzter Minute Corona zuschlug, muss die ÖHB-Auswahl am Donnerstag (18.00 Uhr/live ORF eins) gegen China u.a. auf ihren langjährigen Coach Herbert Müller verzichten. Der warnte schon im Vorfeld davor, die recht unbekannten Chinesinnen zu unterschätzen. „Wir reden hier nicht von Fallobst, das du einfach so wegräumen kannst“, erklärte der Deutsche.

Müller, sein Co-Trainer Erwin Gierlinger und Rückraumspielerin Katarina Pandza mussten nach positiven Tests am Dienstag vor dem Abflug in Wien verbleiben. Gerade die asymptomatischen Gierlinger und Pandza hofften aber am Mittwochvormittag auf einen negativen Test, um doch noch Richtung Torrevieja abheben zu können.

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Die Mannschaft muss zum Auftakt jedenfalls ohne Müller auskommen, nicht aber ohne die Infos des Trainergespanns. Das schaltete sich am Mittwochvormittag via Zoom zur taktischen Besprechung zu, vor Ort leitete vorerst Sportdirektor Patrick Fölser das Training, um die Mittagszeit wurde Helfried Müller im Quartier erwartet. Der Bruder des Chefcoachs, bei Thüringen auch dessen „Co“ sowie ÖHB-Juniorinnen-Trainer, soll am Donnerstag gemeinsam mit Fölser auf der Bank sitzen.

Und da erwartet Torfrau Petra Blazek und Co. im ersten Endrundenspiel seit rund zwölf Jahren „die große Unbekannte“, wie Herbert Müller meinte. Die Chinesinnen trainierten zuletzt abgeschottet mit 40 Spielerinnen aus der nationalen Liga, ganz aktuelle Erkenntnisse gibt nicht. Denn die Chinesinnen haben seit der WM 2019 kein Turnier mehr bestritten, wegen Corona zogen sie 2021 sowohl von der Olympia-Qualifikation als auch der Asienmeisterschaft zurück.

„Wir mussten daher mit älterem Videomaterial arbeiten“, erläuterte Müller, schließlich verzichtete China auch auf Testspiele in Europa unmittelbar vor der WM. Zahlreiche der WM-2019-Spielerinnen sind aber noch an Bord. Damals landete China nur auf Platz 23, davor stehen bei den jüngsten fünf Weltmeisterschaften die Endränge 22, 17, 18 und 21 zu Buche.

Müller wollte seinen Blick aber ohnehin vor allem auf die eigene Mannschaft richten. „Wir müssen die Basics besser machen als die Chinesinnen“, sagte der 59-Jährige. „Wir dürfen uns nicht zu sehr an die Mannschaften anpassen. Wir haben gezeigt, dass wir uns an Große anpassen können, aber auch gezeigt, dass wir uns an Kleine anpassen. Wir müssen über Entschlossenheit und Geschlossenheit kommen und besser und mehr kämpfen als alle anderen.“


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