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Mayer Zweiter im Super-G von Beaver Creek - Odermatt siegt

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Matthias Mayer ist auch im zweiten Speedrennen der Weltcup-Saison auf dem Podest gelandet. Der Abfahrtssieger von Lake Louise musste sich am Donnerstag in Beaver Creek zum Auftakt des Speed-Quadruples um 0,78 Sekunden nur dem Schweizer Marco Odermatt geschlagen geben. Auf Rang drei landete überraschend mit Startnummer 35 Broderick Thompson (CAN/+0,95). Weltmeister und Kugelverteidiger Vincent Kriechmayr kam hinter dem Deutschen Andreas Sander auf Platz fünf (+1,02).

Mayer war mit Startnummer drei der erste Läufer, der ins Ziel kam, nachdem der das Rennen eröffnende Franzose Matthieu Bailet gestürzt war und auch der Südtiroler Dominik Paris den Kurs nicht korrekt bewältigt hatte. 2018-Beaver-Creek-Sieger Max Franz schied auf dem anspruchsvollen Kurs nach rund einer halben Fahrminute an jener Stelle im Licht-Schatten-Bereich aus, die sich letztlich als Schlüsselstelle herausstellte.

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„Es war echt blöd, es war eine sehr stressige Situation am Start, weil ich einfach nicht gewusst habe, wie es jetzt wirklich sein wird“, schilderte Mayer. „Natürlich habe ich gewusst, an diesen beiden Stellen, wo sie ausgeschieden sind, muss ich ein bisserl aufpassen. Ich bin es dann taktisch runtergefahren und es hat für den zweiten Platz gereicht.“

Odermatt hatte etwas Zeit, Läufer zu beobachten, er kam mit der sieben. „Marco hintennach hat schon gewusst, an welchen Stellen er ein bisserl mehr tun kann“, erklärte Mayer. „Er hat ein sehr hohes Risiko genommen, speziell über den Zielsprung oder auch im Mittelteil. Das hat sich für ihn ausgezahlt, Gratulation.“

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Mit Platz zwei in die Speedwoche gestartet zu sein, sei „super“, er sei „unglaublich zufrieden“. Odermatt am Freitag im zweiten Super-G im Beaver Creek zu biegen, werde aber schwierig werden. „Er ist wirklich in einer enormen Form. Wenn er so weiterfährt, ist er irgendwo allein in seiner Welt unterwegs.“

Kriechmayr erklärte, dass „Odermatt außer Reichweite“, das Podium für ihn aber drinnen gewesen wäre. „Beim Zielsprung habe ich abgebremst, als wenn ich schon im Ziel gewesen wäre“, sagte der Oberösterreicher gewohnt selbstkritisch. „Mit der Geschwindigkeit habe ich gerechnet, alles ist nicht auf hundert Prozent gegangen. Ich habe aber zu viel Reserven gelassen, Odermatt hat ihn kompromisslos runtergelassen.“

Raphael Haaser kam auf Rang elf (+1,45), so könne es weitergehen, meinte er. Sein mit Abstand bestes Super-G-Ergebnis auf der Birds of Prey erreichte Christian Walder als 14. (+1,69), auch wenn er „noch ein bisschen zu viel rausgenommen habe“. Dies auch, weil vor ihm einige ausgeschieden waren oder Probleme hatten. „Das Ergebnis ist okay, auf dem gilt es aufzubauen. Ich möchte Richtung Podium kommen und muss mehr attackieren. Marco ist voll am Limit gefahren, es hat sich voll ausgezahlt.“

Für Odermatt war es der sechste Weltcupsieg seiner Karriere. „Es ist etwas für die Techniker hier, immer sehr schwierig gesteckt“, sagte der Schweizer. „Ich hatte einen Plan, und den habe ich offenbar sehr gut umgesetzt.“ Er führt im Gesamtweltcup mit 70 Zählern Vorsprung auf Mayer. Starker Sechster wurde Gesamtweltcupsieger Alexis Pinturault (FRA/+1,13), der in der Wertung um die große Kugel derzeit Siebenter ist. „Kaum glauben“ konnte Thompson den ersten Weltcup-Stockerlplatz seiner Karriere, der von mehreren Verletzungen immer wieder gebremste 27-Jährige hatte als bestes Ergebnis in dieser Disziplin Rang 24 heuer in Saalbach-Hinterglemm erreicht.

Zu den Ausgeschiedenen zählte auch der Norweger Aleksander Aamodt Kilde und der für Deutschland fahrende Romed Baumann. Am Freitag gibt es bereits die Chance zur Revanche, wenn ab 18.45 Uhr (MEZ/live ORF 1) der nächste Super-G auf dem Programm steht.


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