Für Kickl sind Neuwahlen unausweichlich

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FPÖ-Chef Herbert Kickl hat am Freitag nach dem Abgang von Sebastian Kurz als ÖVP-Parteiobmann und dem Verzicht von Alexander Schallenberg auf das Kanzleramt neuerlich auf Neuwahlen gedrängt. Daran führe „kein Weg mehr vorbei“, erklärte Kickl, der die anderen Oppositionsparteien SPÖ und NEOS sowie den türkisen Regierungspartner, die Grünen, in der Pflicht sieht, den Weg dafür freizumachen. Die ÖVP dürfe mit ihrer „breit angelegten Kindesweglegung“ nicht durchkommen.

Kickl geht davon aus, dass nach Kurz und Finanzminister Gernot Blümel, der gestern ebenfalls seinen Rückzug erklärt hatte, weitere Köpfe rollen werden. Die ÖVP versuche nun „in einer Art Notoperation, alle türkisen Zellen aus der Volkspartei zu entfernen“ und tue so, als ob sie damit nichts mehr zu tun habe. Das Wahlergebnis von 2019 spiegle aber in keiner Weise die aktuelle Gemütslage innerhalb der Bevölkerung wider, so Kickl. Das mittlerweile aufgeflogene „ÖVP-Korruptionssystem“ sowie das „skandalöse Verhalten der ÖVP in der Corona-Politik“ seien Grund genug für Neuwahlen.

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