Stärker vom Punkt: LASK gewinnt 62. OÖ-Derby gegen Ried 1:0

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Der LASK hat sich mit einem 1:0-Derbysieg gegen die SV Ried im Rennen um die Meistergruppe in der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet und sich für die Niederlage im ersten Saisonduell revanchiert. Ein von Sascha Horvath verwandelter Handelfmeter (4.) machte am Sonntag im wenig hochstehenden, aber turbulenten 62. Oberösterreich-Derby den Unterschied. Rieds Stefan Nutz vergab hingegen einen Foulelfmeter (77.). Die Ungeschlagen-Serie der „Wikinger“ endete nach vier Partien.

Der LASK spielte nach einer Roten Karte für Milos Jovicic (3.) eine Hälfte lang in Überzahl, musste nach Gelb-Rot für Peter Michorl (50.) aber doch noch um den vierten Saisonsieg zittern. Die Linzer verkürzten den Rückstand in der Tabelle auf Ried und auf die Top sechs der Liga auf vier Punkte. Nach einem weiteren Heimspiel in der Conference League gegen Helsinki gastieren die Linzer zum Jahreskehraus bei der Wiener Austria. Ried empfängt Altach. Danach sind bis zur Liga- und Punkteteilung noch vier Runden zu spielen.

Das erste in Pasching ausgetragene Oberösterreich-Derby begann mit einem doppelten Nackenschlag für die Gäste. Der anstelle von Christoph Monschein (Oberschenkelzerrung beim Aufwärmen) als LASK-Mittelstürmer aufgebotene Husein Balic spritzte in einen von Jovicic völlig verunglückten Rückpass-Versuch und legte den Ball vor dem herausstürmenden Samuel Sahin-Radlinger quer auf Horvath, dessen Schuss Jovicic mit der Hand parierte (3.). Horvath trat an und verwertete mit etwas Glück zu seinem sechsten Saisontor. Sahin-Radlinger war mit den Fingerspitzen noch dran (4.).

Der LASK verpasste es im Anschluss trotz aller Spielkontrolle die Vorentscheidung herbeizuführen. Chancen dazu waren da. Thomas Goiginger wurde nach einem für ihn typischen Antritt geblockt (16.), ein Schuss von Lukas Grgic von der Strafraumgrenze fiel zu zentral aus (30.). Auch Michorl wurde vom starken Tin Plavotic entscheidend geblockt (39.), bei einem Kopfball von Philipp Wiesinger machte Sahin-Radlinger den Winkel zu (40.).

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Ried verteidigte diszipliniert, bei möglichen Umschaltmomenten war der Weg aber stets weit. Einem Torerfolg kamen die Wikinger im ersten Abschnitt nur einmal nahe, als sich LASK-Goalie Alexander Schlager bei einem Corner von Stefan Nutz verschätzte. Markus Lackner verfehlte das Tor nur knapp (17.).

Michorl setzte unmittelbar nach Wiederbeginn einen Kopfball knapp vorbei (46.) und raubte seinem Team mit einem unnötigen Einsteigen gegen Philipp Pomer den numerischen Vorteil. Die mit Gelb-Rot quittierte Grätsche fand weit in der Rieder Hälfte statt (50.).

Im Spiel zehn gegen zehn entwickelte sich erstmals ein offenes Spiel. Ante Bajic schoss ins Außennetz (55.), der finale Knackpunkt kam aber wesentlich später, als Nutz den Elfmeter mit Rücklage über die Latte schoss (77.). Schiedsrichter Alexander Harkam hatte zuvor seine Entscheidung revidiert und nach On-Field-Review ein Foul von Wiesinger an Bajic erkannt. Im Finish ging es munter hin und her, Tore fielen aber nicht mehr. Rieds „Superjoker“ Leo Mikic, der zuletzt dreimal in den jüngsten vier Partien getroffen hatte, blieb ohne Stich.


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