Heuer bereits mehr Verkehrstote als bis Anfang Dezember 2020

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Im heurigen Jahr sind bis Sonntag mehr Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden als im gleichen Zeitraum 2020. Laut Innenministerium starben 2021 bis 5. Dezember 336 Menschen, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 327 gewesen. 2019 - also vor Corona - waren es in diesen elf Monaten 392 Verkehrstote gewesen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) rechnet bis Jahresende mit gleich vielen Todesopfern bei Verkehrsunfällen wie im Vorjahr.

Für heuer werden 343 Verkehrstote prognostiziert, 2020 waren es 344, so das KFV vor einer Woche. Im Vorjahr, dem ersten Coronajahr, wurde die geringste Zahl der Verkehrstoten seit Beginn der Aufzeichnungen registriert. Allerdings zeigten die Lockdowns - insbesondere der erste im Frühjahr 2020 - deutlich mehr Wirkung als die heurigen, der Verkehr ging damals deutlich zurück.

Der nunmehrige harte Lockdown bremst das Leben nicht in der Form ab, wie es frühere taten. Allein in der vergangenen Woche starben laut den vorläufigen Zahlen des Innenministeriums drei Pkw-Lenker, ein Fußgänger und ein Lenker eines Klein-Lkws bei vier Verkehrsunfällen. Besonders tragisch war ein Unfall am 1. Dezember im Bezirk Perg in Oberösterreich. Dabei starben der Lenker des Klein-Lkws sowie ein Autofahrer. Beide Fahrzeuge prallten frontal aufeinander, wodurch der 49-jährige Lenker des Klein-Lkws und der 48-jährige Pkw-Lenker so schwer verletzt wurden, dass beide noch an der Unfallstelle verstarben. Welches Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn abgekommen war, muss noch ermittelt werden.

In der vergangenen Woche gab es zwei Verkehrstote in Oberösterreich und je einer in Kärnten, Niederösterreich und Tirol beklagt werden. Vermutliche Hauptunfallursachen waren in drei Fällen Unachtsamkeit/Ablenkung. Zwei tödliche Verkehrsunfälle waren Alleinunfälle und ein Verkehrstoter hatte keinen Sicherheitsgurt verwendet.


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