Großbritannien verschärft Corona-Regeln wegen Omikron

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Der britische Premierminister Boris Johnson hat eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen in England angekündigt. „Es ist zunehmend klar geworden, dass Omikron sich sehr viel schneller ausbreitet als die Delta-Variante“, sagte der konservative Regierungschef am Mittwoch bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in der Londoner Downing Street. In Großbritannien wurden Johnson zufolge bisher durch Genom-Sequenzierung bereits 568 Omikron-Fälle bestätigt.

Die Maßnahmen sehen unter anderem die Aufforderung zum Arbeiten von zuhause vor, zudem eine Maskenpflicht für Theater und andere Veranstaltungen sowie die Pflicht zum Vorlegen eines Immunitätsnachweises oder eines negativen Testergebnisses beim Einlass zu Großveranstaltungen und Nachtclubs. Die Regelungen sollen im Laufe der kommenden Woche schrittweise in Kraft treten.

Eigentlich wollte Johnson eine Rückkehr zu Corona-Maßnahmen nach deren fast vollständiger Aufhebung zum „Freedom Day“ am 19. Juli unbedingt vermeiden. Der Tory-Politiker hatte die schrittweisen Lockerungen stets als „vorsichtig, aber unumkehrbar“ bezeichnet. Später schuf er sich jedoch mit Plan B eine Hintertür.

Kleinere Schritte wie die Wiedereinführung einer Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln hatte die Regierung bereits vollzogen. Gegen schärfere Maßnahmen gab es jedoch in Johnsons Konservativer Partei erheblichen Widerstand.

Die Einführung von Plan B kommt nun zu einem heiklen Zeitpunkt. Johnsons Glaubwürdigkeit wird wegen Berichten über eine Weihnachtsparty seiner Mitarbeiter während des Lockdowns im vergangenen Jahr im Regierungssitz in der Downing Street noch mehr als sonst infrage gestellt. Es gibt daher Zweifel, ob in der Bevölkerung noch ausreichend Bereitschaft da ist, den Anweisungen der Regierung Folge zu leisten.


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