Wiener Atomgespräche mit dem Iran gehen weiter

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Die Atomgespräche mit dem Iran werden an diesem Donnerstag in Wien wieder aufgenommen. Bisher steht die siebente Runde der Verhandlungen unter keinem guten Stern. Es herrscht aufseiten der UNO-Vetomächte und Deutschlands Enttäuschung, dass zuvor erreichte Kompromisse vom neuen Verhandlerteam aus Teheran nicht akzeptiert würden. Der Iran selbst gab sich trotz des bisher holprigen Verlaufs der Beratungen weiter zuversichtlich, dass eine Einigung erreicht werden könne.

Die Verhandlungen werden vom EU-Spitzendiplomaten Enrique Mora geführt. Dieser traf sich bereits am Mittwoch mit dem Chef der in Wien ansässigen Internationalen Atomenergieagentur (IAEA), Rafael Grossi. Die IAEA ringt derzeit mit dem Iran darum, umstrittene Atomanlagen kontrollieren zu dürfen.

Bei den Verhandlungen geht es darum, das iranische Atomprogramm wieder einzuschränken und US-Sanktionen gegen die Islamische Republik aufzuheben. Damit soll das Atomabkommen von 2015 gerettet werden, das die Entwicklung von Nuklearwaffen im Iran verhindern soll. Die Rettungsversuche sind erforderlich, weil sich die USA unter Präsident Donald Trump im Jahr 2018 aus dem Abkommen zurückgezogen und Sanktionen gegen Teheran verhängt hatten. Der Iran fühlte sich dann ebenfalls nicht mehr an das Abkommen gebunden und intensivierte seine Atomaktivitäten.

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