Hütter vor Wiedersehen mit Frankfurt in unangenehmer Lage

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Adi Hütter war im Frühjahr der deutschen Fußball-Bundesliga Teil einer spektakulären Trainerrochade. Momentan scheint der Vorarlberger deren erster Verlierer zu sein. Trotz aller Beteuerungen: Nach drei Niederlagen mit 2:14 Toren muss Hütter mit Mönchengladbach in dieser Woche die Trendwende schaffen. Am Mittwoch wartet auf die „Fohlen“ ein Heimspiel, Eintracht Frankfurt mit Coach Oliver Glasner gastiert bei der Borussia. Für Hütter ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Die Trennung von der Eintracht hat die Erinnerung an die erfolgreiche gemeinsame Zeit fast ausgelöscht. Der Ankündigung von Hütters Wechsel zu Mönchengladbach Mitte April folgten Wochen mit enttäuschenden Resultaten. Aus den Träumen von der Champions League wurde nichts. Auch die Hoffnung, dies mit Gladbach zu schaffen, ist aktuell nicht vorhanden. Der Traditionsclub liegt als 13. nur zwei Zähler vor einem Relegationsplatz. Das 5:0 im DFB-Cup gegen Bayern München Ende Oktober ist schon lange Geschichte.

„Man kann bei Gegenwind nicht als Erster umfallen, sondern muss stehen bleiben“, sagte Hütter am Tag vor dem Spiel. Natürlich sei man unzufrieden mit der derzeitigen Lage. „Wir haben uns innerhalb von drei Spielen in eine Situation gebracht, die nicht zu erwarten war.“ Die Qualität im Kader sei nach wie vor vorhanden. Gegen Frankfurt fehlt der gesperrte Kapitän Lars Stindl, der beste Torschütze Jonas Hofmann wurde am Knie operiert. Stefan Lainer musste am Montag für das Mannschaftstraining passen. Der lange verletzte Teamspieler habe nach wie vor Probleme, berichtete Hütter. Hannes Wolf spielt schon länger keine wirkliche Rolle mehr.

Hütter muss den Blick nach hinten tun, jedoch ist auch jener nach vorne erlaubt. Dass sich der Rückstand auf das viertplatzierten Hoffenheimer mit acht Zählern im Rahmen hält, ist angesichts der jüngsten Resultate fast erstaunlich. „Wir sind nicht so weit weg“, betonte Hütter. Vorerst gelte es aber, sich von hinten wegzuarbeiten.

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Es ist nicht auszuschließen, dass sich für Hütter noch alles zum Guten wendet. Sportchef Max Eberl stärkte ihm am Wochenende erneut den Rücken. Auch sein nächster Gegner Glasner durchlebte mit Frankfurt in dieser Saison schon eine schwierige Phase. „Sie haben sich da rausgekämpft“, sagte Hütter. Glasner blickte einem schweren Spiel entgegen. „Wir werden uns von den letzten drei Niederlagen des Gegners nicht blenden lassen“, sagte der Oberösterreicher. Er muss auf den erkrankten Stefan Ilsanker verzichten.

Sowohl Hütter, als auch Glasner waren Teil eines interessanten Wechselkarussells in der Trainerriege. Julian Nagelsmann ging von Leipzig zu Bayern München, Marco Rose von Mönchengladbach nach Dortmund, Glasner von Wolfsburg nach Frankfurt und Hütter von Frankfurt nach Mönchengladbach. Für Nagelsmann überwiesen die Münchner 25 Millionen Euro Ablöse an Leipzig, Hütter war Gladbach 7,5 Mio. wert. Die aktuelle Lage: Die Bayern sind auch mit Nagelsmann top, Dortmund auch mit Rose nicht auf dem Niveau des Meisters, Frankfurt mit Glasner wieder einigermaßen auf Kurs und Gladbach mit Hütter im Tief.


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