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Mehr als 30.000 Menschen bei Wiener Lichtermeer

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Unter dem Motto „#YesWeCare - das #Lichtermeer“ fand heute, Sonntag, Abend in Wien eine Kundgebung am Ring statt, die unter anderem an die - inzwischen mehr als 13.000 - Covid-Toten in Österreich erinnern sollte. Um 19.00 Uhr versammelten sich laut Polizeiangaben mehr als 30.000 Teilnehmer für rund zehn Minuten auf der Straße.

Sie trugen Kerzen, Lampen oder hatten die Lichter ihrer Mobiltelefone eingeschaltet. Man verstehe sich nicht als „Gegendemo“ zu den Corona-Kundgebungen der vergangenen Wochen, haben die Initiatoren zuletzt betont. Ihren Ausgang nahm die Initiative mit einem „Frustposting von mir auf Twitter“, so der Innsbrucker Roman Scamoni zuletzt bei einem Pressetermin. Geplant war ein Zeichen des Miteinanders und des Gedenkens. Unterstützung erhielt er von Daniel Landau aus Wien.

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Die Aktion hätte ursprünglich schon am späten Nachmittag stattfinden sollen. Aus Rücksicht auf den Handel - die Geschäfte durften am heutigen vierten Adventsonntag öffnen - wurde sie um zwei Stunden verschoben. Am gestrigen Samstag hatten Maßnahmenkritiker diese Rücksicht nicht walten lassen. Teilnehmer einer von der Partei MFG organisierten Kundgebung hatte Polizeisperren durchbrochen und waren unter anderem über die Mariahilfer Straße gezogen.

Unterstützungszusagen für das Lichtermeer kam von zahlreichen Organisationen, unter anderem von Gewerkschaft, Volkshilfe, Ärztekammer und Religionsgemeinschaften. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärte sich solidarisch. Das Staatsoberhaupt stellte eine Kerze in ein Fenster der Hofburg.

Ein „helles Zeichen für ein friedvolles Miteinander“ wurde am Sonntagabend auch in Bregenz und vier weiteren Vorarlberger Gemeinden gesetzt. Zumindest mehrere hundert Teilnehmer kamen mit brennenden Kerzen am Bregenzer Seeufer zusammen. Es handelte sich um eine stumme Kundgebung, alles Wichtige sei bereits gesagt, hieß es. Darüber hinaus baten die Initiatoren jene, die nicht teilnehmen konnten, eine Kerze ins Fenster zu stellen.


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