Berlin-Anschlag galt laut Steinmeier „unserer Art zu leben“

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Beim Gedenken an den Terroranschlag vom Berliner Breitscheidplatz mit 13 Toten und Dutzenden Verletzten hat Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier staatliche Fehler und Versäumnisse eingeräumt. „Wir müssen uns eingestehen: Der Staat hat sein Versprechen auf Schutz, auf Sicherheit und Freiheit nicht einhalten können“, erklärte Steinmeier am fünften Jahrestag der Bluttat am Sonntag. Die brutale Attacke habe „unserer Art zu leben“ gegolten, sagte Steinmeier weiter.

Der Staat stehe in der Schuld der Opfer. „Er steht in der Pflicht, die Fehler, Versäumnisse und Probleme auszuräumen, die dazu beigetragen haben, dass dieser Anschlag nicht verhindert wurde“, führte Steinmeier in seiner Rede aus. Der Staat müsse bei neuen Erkenntnissen zur Tat weiter ermitteln. „Nur so kann das Vertrauen der Menschen in ihren Staat wieder wachsen“, betonte Steinmeier.

Am 19. Dezember 2016 war ein islamistischer Terrorist abends in einem gekaperten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche gerast. Infolge der Tat starben 13 Menschen, Dutzende wurden verletzt. Opfer und Angehörige hatten sich zuletzt in einem offenen Brief an die deutsche Bundesregierung unzufrieden geäußert. Sie forderten einen würdigen Umgang mit den Betroffenen und die umfassende Aufklärung der Tat.

Steinmeier erklärte, der Anschlag habe einen tiefen Riss hinterlassen und die Hinterbliebenen in Schmerz und Trauer gestürzt. „Der Riss des 19. Dezember 2016 teilt Ihr Leben in ein Davor und ein Danach. Er teilt auch das Bewusstsein unserer Gesellschaft in ein Davor und ein Danach.“ Davon zeuge der fünfzehn Meter lange Riss, der vor dem Eingang der Gedächtniskirche an die Opfer erinnert.

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Dieser zeige aber auch, was die Gesellschaft zusammenhalte. „Der brutale Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz galt unserer Art zu leben: in Frieden, Freiheit und Demokratie“, postulierte Steinmeier. „Mir ist es wichtig, dass wir uns dieses gemeinsame freie Leben nicht nehmen lassen.“ Die Gemeinschaft sei stärker als die Angst. „Diese Kraft, die wir als Gesellschaft gemeinsam aufbringen, gibt uns Halt und Hoffnung.“


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