Taliban verbieten im Auto Musik und Frauen ohne Kopftuch

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In Afghanistan haben die regierenden militant-islamistischen Taliban Autofahrer angewiesen, im Fahrzeug keine Musik abzuspielen. Außerdem ordneten sie Beschränkungen für die Mitnahme von Frauen als Passagierinnen an. Frauen ohne islamischen Hijab sollten nicht mitgenommen werden, wie es in einem Schreiben des Ministeriums zur Erhaltung der Tugend und Unterdrückung des Lasters hieß, das an Autofahrer verteilt wurde.

Der Sprecher des Ministeriums, Mohammed Sadik Asif, bestätigte am Sonntag die Direktive. Wie genau der Hijab aussehen soll, geht aus der Anordnung nicht hervor. Die Taliban verstehen darunter in der Regel nicht die Bedeckung von Haaren und Hals, sondern einen Umhang von Kopf bis Fuß.

In der Direktive wurden Fahrer außerdem angehalten, keine Frauen mitzunehmen, die ohne männliche Begleitperson weiter als 45 Meilen (etwa 72 Kilometer) reisen wollten. In dem Schreiben, das auch in sozialen Medien kreiste, wurden Autofahrer unter anderem dazu angewiesen, Pausen zum Gebet einzulegen. Sie sollten Menschen dazu raten, sich Bärte wachsen zu lassen, hieß es weiter.

Die Islamisten haben seit der Rückkehr an die Macht die Rechte von Frauen merklich beschnitten. Sie können in vielen Fällen nicht mehr zurück an ihre Arbeitsplätze. Die meisten weiterführenden Schulen für Mädchen sind geschlossen. Straßenproteste von Aktivistinnen wurden gewaltsam unterdrückt. Viele flohen aus dem Land.

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