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Mancherorts ist schon 2022

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Den Anfang machten auch diesmal die Inselstaaten Samoa und Kiribati, es folgten Neuseeland und Australien, Südkorea und Japan, die Philippinen und Singapur sowie China: Das Jahr 2022 hat in einigen Ländern der Welt schon begonnen. 26 Stunden dauert es, bis der ganze Globus am 1.1. (13.00 Uhr MEZ) ins neue Jahr gerutscht ist. In den Niederlanden starb indes bei einer Silvesterknallerei ein zwölfjähriger Bub.

Ein weiterer Bub erlitt in der Gemeinde Haaksbergen unweit von Enschede schwere Verletzungen. Die Kinder hatten den Angaben zufolge nicht selbst mit Feuerwerkskörpern hantiert, sondern nur zugeschaut, wie ein Mann mit einem Gerät Magnesiumpulver zur Explosion brachte. Der Mann wurde festgenommen.

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Im australischen Sydney waren - anders als beim letzten Jahreswechsel - wieder Zehntausende Zuschauer zum farbenprächtigem Feuerwerk vor der Kulisse der Harbour Bridge und des Opernhauses zugelassen. Interessenten mussten im Vorfeld ein Ticket für einen von rund 30 Aussichtspunkten kaufen. Die Sorgen vieler Bürger waren aber groß: Im Bundesstaat New South Wales, in dem Sydney liegt, explodieren wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante gerade die Corona-Zahlen. Am Freitag meldeten die Behörden mehr als 21.000 Neuinfektionen.

Anders als im vergangenen Jahr, als wegen der Corona-Pandemie öffentliche Feuerwerke abgesagt worden waren, durften in Samoa wieder Böller in den Himmel geschossen werden. Der Inselstaat hatte laut Tourismusbehörde eigens fünf Pyrotechnik-Experten aus Neuseeland einfliegen lassen, um das Feuerwerk zu installieren.

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Im Archipel Tonga gaben unterdessen die Naturgewalten auch zu Silvester keine Ruhe: Schon seit Weihnachten warnen die Behörden davor, sich dem Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai zu nähern. Der Feuerberg, der zuletzt 2014 ausgebrochen war, ist wieder aktiv und speit Asche und Gas in die Luft.

In China sagten wegen Corona mehrere Städte Feuerwerke und größere Festlichkeiten ab, darunter Peking und auch Wuhan, die Stadt, in der Ende 2019 das Coronavirus als erstes ausbrach. Aufgrund der höchsten Infektionszahlen des Landes seit über 21 Monaten ist die Stadt Xian derzeit vollständig abgeriegelt, sämtliche 13 Millionen Bewohner dürfen ihre Häuser praktisch nicht mehr verlassen. Silvester ist für die Chinesen an sich kein besonders wichtiger Feiertag. Nach ihrem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr erst im Februar. Erst dann gibt es eine große Reisewelle. 2022 werden jedoch erhebliche Reisebeschränkungen erwartet.

In Thailand - einem der wenigen Fernziele, an dem sich derzeit zahlreiche Touristen aufhalten - dürfen viele Lokale in der Silvesternacht ausnahmsweise bis 1.00 Uhr öffnen und bis dahin auch Alkohol ausschenken. Auf der größten Insel Phuket war ein Konzert mit dem italienischen Startenor Andrea Bocelli geplant.

Weltweit sind viele große Partys und Feuerwerke abgesagt worden, zum Beispiel in Paris und London. Andernorts wurden die Feierlichkeiten verkleinert, darunter Madrid und Rio. In Dubai war am höchsten Gebäude der Welt, dem 828 Meter hohen Burdsch Chalifa, wieder ein spektakuläres Feuerwerk geplant.

Auch in Russlands Hauptstadt Moskau sollte es kaum Einschränkungen geben, auch wenn dort - anders als in den Emiraten - die Impfquote gering ist. Unter anderem war am Roten Platz ein großes Feuerwerk geplant. In New York soll die Silvesterparty am Times Square wieder mit Zuschauern stattfinden (6.00 Uhr MEZ am 1.1.). Besucher müssen gegen Covid-19 geimpft sein.


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