Auslieferung im Fall von getöteter 13-Jähriger steht bevor

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In London fällt heute, Donnerstag, die Entscheidung über die Auslieferung eines Tatverdächtigen im Fall eines im Juni 2021 in Wien-Donaustadt getöteten 13-jährigen Mädchens, berichtete ORF Wien. Gegen ihn und zwei weitere Beschuldigte wird hierzulande wegen Vergewaltigung mit Todesfolge ermittelt. Der zum Tatzeitpunkt 22-Jährige war quer durch Europa nach England geflohen. Ende Juli wurde er in einem Londoner Hotel festgenommen und befindet sich seitdem in Auslieferungshaft.

„Ich gehe davon aus, dass der Auslieferung stattgegeben wird“, zeigte sich der Anwalt der Eltern des getöteten Mädchens, Florian Höllwarth, vor der entscheidenden Anhörung durch die britischen Behörden optimistisch. Gleichzeitig sei aber „davon auszugehen, dass der Beschuldigte Rechtsmittel einlegen wird“ und sich die tatsächliche Auslieferung hinauszögert.

Der 22-Jährige und zwei weitere junge Männer - sie waren zum Tatzeitpunkt 16 beziehungsweise 18 Jahre alt - gelten als Hauptverdächtige. Ihre DNA-Spuren wurden auf dem Körper der Getöteten gefunden. Die 13-Jährige war im Juni 2021 infolge einer Suchtmittelvergiftung und Erstickens gewaltsam zu Tode gekommen. Die toxikologische Untersuchung hatte ergeben, dass das Mädchen eine Überdosis MDA (Methylendioxyamphetamin) erhalten hatte, dazu wurden Spuren mehrerer Amphetaminderivate sowie von THC (Cannabis) nachgewiesen. Außerdem wurden Male entdeckt, wie sie bei einem Erstickungsvorgang, einer Brustkorbkompression oder aber auch bei einem Würge-Angriff zustande kommen. Auch für die Vergewaltigung fand die Gerichtsmedizin Spuren.

Gegen einen vierten Mann, der zunächst mit dem Fall in Verbindung gebracht worden war, wird aktuell nicht mehr ermittelt. Er sitzt aber wegen anderer Delikte in Strafhaft.

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