Vlhova gewinnt auch Kranjska-Slalom - Konkurrenz fädelt ein

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Nach Einfädlern von Mikaela Shiffrin und Katharina Liensberger in Kranjska Gora hat Petra Vlhova bereits mehr als eine Hand an der Slalom-Kugel. Die Slowakin holte im sechsten Saison-Slalom der Ski-Frauen schon den fünften Sieg und könnte die kleine Kristallkugel bereits am Dienstag bei der Schladming-Premiere fixieren. Am Sonntag fing Vlhova die ewige Zweite und Halbzeitführende Wendy Holdener aus der Schweiz noch ab. Beste Österreicherin war Katharina Truppe als Siebente.

Unmittelbar dahinter klassierte sich zwei Tage vor dem Flachau-Ersatzrennen in Schladming Katharina Gallhuber, Katharina Huber wurde Elfte. Liensberger reiste nach einem völlig missglückten Wochenende ohne Punkt in Riesentorlauf und Slalom weiter in die Steiermark. Zählbares holten aus ÖSV-Sicht noch Marie-Therese Sporer (17.) und Chiara Mair (19.).

Holdener hatte in ihrem 100. Weltcup-Slalom acht Hundertstel Vorsprung auf Vlhova in die Entscheidung mitgenommen. Am Ende verpasste die Schweizerin den Premierenerfolg im Torlauf wieder knapp - diesmal um 0,23 Sekunden. Zum 14. Mal hieß es nur Platz zwei, es war ihr insgesamt bereits 29. Stockerlplatz im Slalom. Das Podest komplettierte die Schwedin Anna Swenn Larsson mit Respektabstand (+1,06).

Die Siegerzeremonie fand ohne Shiffrin statt, ein zugleich seltenes Bild der jüngeren Vergangenheit: In den jüngsten 57 Slalom-Antritten hat es die US-Amerikanerin (noch immer) schier unfassbare 52-mal aufs Stockerl geschafft. Am Sonntag war die nach dem ersten Lauf Drittplatzierte erneut auf bestem Wege dorthin - ehe sie mit überlegener Zwischenbestzeit in einer Haarnadel einfädelte. Im Slalom-Weltcup liegt die zuletzt von Corona gebeutelte Shiffrin nun 240 Punkte hinter Vlhova zurück. Titelverteidigerin Liensberger, die nach dem ersten Lauf Fünfte gewesen war, ist mit 318 Punkten Rückstand bereits entthront.

Die Dominatorin der Slalom-Saison kam letztlich auch mit Verhältnissen am besten zurecht, an denen sie im Vorfeld einiges zu bemängeln hatte. „Die Bedingungen sind ein Desaster. Ich denke, sie hätten es besser machen können, mit etwas mehr Wasser etwa. Ich fühle mich nicht im Weltcup“, hatte Vlhova nach der Besichtigung der weichen Piste, auf der in der Nacht viel Neuschnee gelandet war, im ORF-Interview gemeint.


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