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Wienbibliothek macht Grillparzer-Nachlass digital zugänglich

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150 Jahre nach dem Tod Franz Grillparzers macht die Wienbibliothek im Rathaus den Nachlass des österreichischen Schriftstellers (1791-1872) ab seinem Todestag (21. Jänner) digital zugänglich. „So kann man nicht nur den bekannten Dramatiker und Schriftsteller wiederentdecken, sondern der wechselhaften Lebensgeschichte in Briefen, Tagebüchern und Lebensdokumenten nachgehen“, freut sich Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) in einer Aussendung.

Der Grundstein der Sammlung wurde durch die Schenkung des Nachlasses durch die Sängerin, Pianistin und Mäzenin Katharina Fröhlich (1800-1879) gelegt, mit der Grillparzer ab 1849 bis zu seinem Tod im Haushalt lebte. Das nun digitalisierte Konvolut umfasst 18.000 Seiten, die Struktur orientiert sich dabei an der 42-bändigen historisch-kritischen Grillparzer-Ausgabe, wie es heißt. Im Zuge der Digitalisierung wurde für eine bessere Durchsuchbarkeit mit „Transkribus“ auch eine Texterkennung durchgeführt. Die Software kann mit künstlicher Intelligenz handschriftliche Texte automatisiert erkennen und macht so den Volltext nach Schlagwörtern durchsuchbar.

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Online einsehbar sind nun etwa Grillparzers Dramen in teilweise verschiedenen Fassungen vom Entwurf bis zur Reinschrift ebenso wie die im Nachlass erhaltenen Fassungen seiner Gedichte, Sprüche und Epigramme. Den größten Teil des Nachlasses bilden Briefe und Dokumente, die Einblick in Leben, Schaffensprozess und Werk ermöglichen. „Franz Grillparzer ist ein heute nur selten gespielter Dramatiker und wenig gelesener Autor. Gerade seine Prosawerke, seine Tagebücher und Reisebeschreibungen geben Einblick in eine höchst zerrissene Persönlichkeit, deren Bekanntschaft zu machen sich lohnt“, so Anita Eichinger, Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus.

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