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Zweiter Verhandlungstag in Prozess um getötetes Baby in Wien

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Am Montag wird am Wiener Landesgericht der Prozess gegen jene Eltern fortgesetzt, denen im Zusammenhang mit dem Tod ihrer elf Wochen alten Tochter Mord vorgeworfen wird. Der Vater der Kleinen - ein 32-jähriger Angestellter - soll das Baby mehrfach, zuletzt am 4. Juni 2021 derart kräftig geschüttelt haben, dass dieses an einer traumabedingten Sauerstoffunterversorgung des Hirns starb. Die 23-jährige Mutter soll weggeschaut haben - ihr wird Mord durch Unterlassung angekreidet.

Die Frau hatte sich beim Verhandlungsauftakt am vergangenen Mittwoch nicht schuldig bekannt und versichert, das Schütteln nicht mitbekommen zu haben. Ihr Ex-Partner räumte demgegenüber das ihm angelastete gewalttätige Handeln ein („Ich nehme die Schuld auf mich“), bestritt die Tötungsabsicht und belastete die Mutter. Für den 32-Jährigen geht es im Fall eines Schuldspruchs nicht nur um zehn bis 20 Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft hat zusätzlich die Einweisung des an sich zurechnungsfähigen Mannes in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Einem Gutachten zufolge weist der 32-Jährige gravierende psychische Auffälligkeiten auf, so dass ohne haftbegleitende therapeutische Maßnahmen neuerliche Straftaten mit schweren Folgen zu befürchten sind. Der Sachverständige wird nun den Geschworenen darlegen, wie er in seiner Expertise zu diesem Ergebnis gekommen ist.

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