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Drei neue Kompetenzzentren zur Gesundheitsförderung

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Mit einer eigenen „ Agenda Gesundheitsförderung“ setzt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) nach der letztjährigen „Gesundheitsförderung 21+“ den nächsten Schritt in Richtung einer zukünftigen Ausrichtung der öffentlichen Gesundheitsförderung in Österreich. Drei Kompetenzzentren sollen errichtet werden. In deren Aufbau und Betrieb will Mückstein in den kommenden drei Jahren rund 24 Mio. Euro investieren.

„Ich will gesunde Lebenswelten stärken, neue Herausforderungen wie Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung berücksichtigen und Gesundheit und Soziales stärker als bisher gemeinsam denken. Gesundheitsförderung muss Teil unseres klassischen Gesundheitssystems werden, das sich gegenüber anderen Disziplinen öffnet und durchlässiger wird“, erklärte Mückstein zum Start der „Agenda Gesundheitsförderung“. Es gehe darum, über den Tellerrand zu blicken, Zeile gemeinsam umzusetzen und langfristige Zukunftsperspektiven der Gesundheitsförderung zu entwickeln.

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Geplant sind ein „Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Gesundheitssystem“, ein „Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit“ sowie ein „Kompetenzzentrum Zukunft Gesundheitsförderung“, die organisatorisch in der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) angesiedelt sind. Die GÖG übernimmt gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium auch die inhaltliche Steuerung.

Was sie einzelnen Zentren betrifft, soll das „Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Gesundheitssystem“ Risikofaktoren reduzieren und Ressourcen sowie notwendige Behandlungen - insbesondere bei chronischen Leiden - stärken. „Nach meiner Vorstellung hat das Gesundheitssystem nicht nur die Verantwortung der akuten medizinischen Versorgung, sondern soll die Menschen auch im Hinblick auf langfristige Gesundheit und Wohlbefinden unterstützen. Diese Integration der Gesundheitsförderung in den Einrichtungen der Krankenbehandlung braucht Organisation, Expertise und Zusammenarbeit. Diese Aufgabe wird das neue Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Gesundheitssystem übernehmen“, hielt Mückstein gegenüber der APA fest. Neben der strukturellen Verankerung sollen die vorhandenen Kompetenzen in den Gesundheitseinrichtungen und Gesundheitsberufen forciert werden. „Gesundheitsförderung, Gesundheitskompetenz und gute Gesundheitsinformation führen zu einem besseren Selbstmanagement, besseren klinischen Ergebnissen, mehr Lebensqualität und größerer gesundheitlicher Chancengerechtigkeit“, betonte Mückstein.

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Das „Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit“ wird sich den Auswirkungen des Klimawandels auf das Gesundheitssystem widmen. Hitze, Extremwetterereignisse, Allergien und übertragbare Krankheiten werden zunehmend in den Fokus rücken. Maßnahmen, die auf die Verbesserung der Gesundheit abzielen und als Nebeneffekt zum Klimaschutz beitragen, sind aus Sicht des zuständigen Ministers in doppeltem Sinne gesundheitsförderlich: „Die Klimakrise wird immer stärker auch zur sozialen Frage. Sie beeinflusst unsere Gesundheit und die Qualität unseres Lebens. Deshalb ist Klimaschutz eine Maßnahme sowohl für die Gesundheit der Menschen als auch zur Stärkung der Chancengerechtigkeit in unserer Gesellschaft.“ Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Gesundheitsförderung müssten Hand in Hand gehen. Das neue Kompetenzzentrum soll Strategien und Projekte an den jeweiligen Schnittstellen entwickeln und als Dreh- und Angelpunkt für Kompetenzentwicklung, Kooperation, Information und Kommunikation fungieren.

Ziel des Kompetenzzentrums ist die Initiierung, Begleitung und Koordination von Forschungs- und Umsetzungsaktivitäten sowie die verstärkte Zusammenarbeit zwischen politischen Bereichsebenen und den wissenschaftlichen Disziplinen Gesundheit, Umwelt und Klima. Einer der erklärten Schwerpunkte ist die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zu einer klimaneutralen Gesundheitsversorgung, etwa durch effizienten Ressourceneinsatz, Umstieg auf erneuerbare Energieträger und Abfallreduktion.

„Wer sich mit Gesundheitsförderung und Prävention beschäftigt, braucht Weitblick und Weitblick muss auf Zusammenarbeit setzen“, meinte Mückstein im Hinblick auf das dritte geplante Kompetenzzentrum, das unter „Zukunft Gesundheitsförderung“ firmiert. Unter umfassender Einbeziehung aller wesentlicher Stakeholder wurden schon im Vorjahr Zukunftsperspektiven der Gesundheitsförderung entwickelt. Daran wird nun mit der Ausarbeitung einer Roadmap für die Umsetzung angeknüpft. Innovation und Weiterentwicklung sollen gefördert, zukunftsweisende Themen aufgegriffen und deren Umsetzung angestoßen und unterstützt werden.

verfügbar sein. Beide Schwerpunkte soll das „Kompetenzzentrum Zukunft Gesundheitsförderung“ mit konkreten Projekten weiterführen.


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