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Zoo in Lima kämpft nach Ölpest um Überleben von Meeresvögeln

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Nach dem Auslaufen von 1,2 Millionen Litern Öl vor der Küste Perus infolge des Vulkanausbruchs in Tonga kämpft ein Zoo in Lima um das Überleben dutzender Seevögel. Mehr als 40 Tiere wurden nach ihrer Rettung von ölverschmutzten Stränden und aus Naturschutzgebieten an der Küste in den Parque de Las Leyendas gebracht, darunter auch vom Aussterben bedrohte Humboldt-Pinguine.

In dem Zoo kümmert sich nun ein Team von Tierärzten um die Vögel. Sie entfernen ihnen das Öl aus dem Gefieder und verabreichen ihnen Medikamente und Vitamine. „Wir tun alles, was wir können“, sagte die Biologin Liseth Bermúdez der Nachrichtenagentur AFP. Ob die Vögel überleben werden, sei aber noch unklar.

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Der Biologe Guillermo Ramos von Perus Behörde für Forstwirtschaft und Wildtiere warnte zudem vor weiterem Tiersterben. Bedroht sind demnach auch Arten, die sich von ölverseuchten Fischen und Krustentieren ernähren.

Wegen der Ölpest hatte die Regierung in Lima am Sonntag den Umwelt-Notstand ausgerufen. Der Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai im Südpazifik-Staat Tonga hatte auch in weit entfernten Gebieten Flutwellen ausgelöst. In Peru drang deswegen beim Entladen eines Tankschiffs an einer Raffinerie Öl aus. Nach Angaben des Umweltministeriums wurden 174 Hektar Meer, Strände und Küsten verschmutzt, eine Fläche so groß wie 270 Fußballfelder.

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