Entgeltliche Einschaltung

Banken betrogen: Teilbedingte Haft für Burgenländer

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Ein 62-jähriger Burgenländer, der mit seiner eigentlich bereits zahlungsunfähigen Firma über Jahre Kredite bezogen haben soll, ist am Dienstag am Landesgericht Eisenstadt zu drei Jahren Haft, davon eines unbedingt, verurteilt worden. Der Mann hatte ab 2010 bei zwei Banken mit gefälschten Unterlagen, die seine Rückzahlungsfähigkeit belegen sollten, Kredite beantragt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) warf dem Burgenländer schweren gewerbsmäßigen Betrug, betrügerische Krida, Urkundenfälschung und die grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen vor. Er habe sein Unternehmen in Siegendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) weitergeführt, obwohl dieses bereits seit 2009 zahlungsunfähig gewesen sei. Ein Konkursverfahren wurde erst 2015 eröffnet, bis dahin habe der 62-Jährige neue Schulden gemacht, obwohl er diese nicht zurückzahlen konnte, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Den beiden Banken sei dabei ein Schaden von jeweils über vier Millionen Euro entstanden.

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Der Unternehmer bekannte sich vor Gericht zu Beginn nur teilweise, später aber gänzlich schuldig und gab zu, die Unterlagen gefälscht zu haben, um die Kredite zu erhalten. Außerdem hat der 62-Jährige Geld der Firma auf sein privates Konto und wieder zurück überwiesen, um ein florierendes Unternehmen vorzutäuschen. Als Grund gab er an, dass kroatische Firmen ihm Geld geschuldet hätten, das er eingeklagt und bis zu dessen Rückzahlung er eine Überbrückung gebraucht habe. Er sei davon ausgegangen, dass seine Firma noch zu retten sei. In den Unterlagen, mit denen er die Kredite beantragte, waren sowohl Geschäftspartner und -beziehungen als auch Forderungen gegenüber anderen Unternehmen erfunden.

Das Schöffengericht sprach den Burgenländer am Dienstag schuldig. Dieser erbat sich drei Tage Bedenkzeit. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

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