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Corona stoppte nach Kramer auch Seifriedsberger und Rodlauer

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In Österreichs Olympia-Team der Skispringerinnen hat es am Mittwoch zwei weitere corona-bedingte Ausfälle gegeben. Nach dem Out der Titelfavoritin Sara Marita Kramer am Vortag ist zunächst Jacqueline Seifriedsberger aus diesem Grund ausgefallen. Später wurde bekannt, dass Cheftrainer Harald Rodlauer als Corona-Kontaktperson passen muss. Ein Nachreisen macht keinen Sinn, denn die Olympia-Konkurrenzen mit Beteiligung der Skispringerinnen gehen schon am Montag zu Ende.

Seifriedsberger wurde vor ihrem Abflug am Flughafen Zürich per Antigen-Test positiv getestet. Damit bleiben Daniela Iraschko-Stolz, Eva Pinkelnig und Lisa Eder im Team. Anstelle von Seifriedsberger nominierte das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) - in Abstimmung mit dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) - die 23-jährige Kärntnerin Sophie Sorschag nach. Für den Wechsel bedarf es noch einer Genehmigung durch das Internationale Olympische Komitees (IOC).

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Rodlauer hatte beim Weltcup zuletzt in Willingen Kontakt mit seinen Athletinnen, aber auch mit einer am Abflugtag ebenfalls positiv getesteten Betreuerin. „Wir wollen und können in der aktuellen Situation kein weiteres Risiko eingehen“, sagte Mario Stecher, Sportlicher Leiter für Sprunglauf und Kombination im ÖSV. „Gleiches gilt auch für Chiara Kreuzer“. Sie sei von Willingen mit Seifriedsberger und der Betreuerin mit dem Bus heimgefahren und sei deshalb nicht nachnominiert worden.

Die Aufgaben des Steirers Rodlauer bei den Spielen wird Co-Trainer Thomas Diethart übernehmen, der frühere Vierschanzentournee-Sieger aus Niederösterreich hatte seine Co-Funktion erst im Dezember übernommen. Zudem soll es laut ÖOC-Aussendung bei den Winterspielen eine enge Zusammenarbeit zwischen den Trainern und Betreuern des Frauen- und Männer-Teams geben.

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Für die 31-jährige Seifriedsberger wäre es die zweite Olympia-Teilnahme nach jener mit Rang 13 vor vier Jahren in Pyeongchang gewesen. „Natürlich bricht auch für Jacqueline - wie schon für Sara Marita - eine Welt zusammen. Du bist bereit zum Abflug, fühlst dich gesund, aber du darfst nicht abfliegen. Das wünscht man niemandem“, meinte Stecher. „Sie schien rechtzeitig für Olympia in Form zu kommen.“

Stecher betonte, das der Fokus schnellstmöglich auf den Sport gerichtet werden müsse. „Der erste Eindruck von der Schanze ist vielversprechend. Wir freuen uns aufs Training“, betonte der sechsfache Olympia-Teilnehmer. Am Mittwoch trafen in Peking auch das Männer-Team mit Manuel Fettner, Jan Hörl, Daniel Huber, Stefan Kraft und Daniel Tschofenig ein.


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