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Kanadische Polizei räumte von Truckern besetzte Grenzbrücke

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Die Polizei ist in Kanada und Frankreich entschieden gegen verbotene Protestkonvois gegen die Corona-Regeln vorgegangen. Die kanadische Polizei räumte am Sonntag die wichtige Ambassador-Brücke zwischen der Provinz Ontario und der US-Metropole Detroit. In Paris nahmen die Einsatzkräfte am Samstag fast hundert Menschen fest und verhinderten weitgehend eine Blockade der französischen Hauptstadt durch die selbsternannten „Freiheitskonvois“.

In Kanada hatten Lkw-Fahrer ihre Blockade des wichtigen Grenzübergangs trotz einer Gerichtsanordnung fortgesetzt. Laut dem Gerichtsbeschluss hätten sie die Ambassador-Brücke am Freitagabend bis 19.00 Uhr Ortszeit verlassen müssen. Am Samstag begann dann ein massives Polizeiaufgebot mit der Räumung, konnte jedoch zunächst nicht alle Lkw von der Brücke holen.

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Am Sonntag gab es nach Behördenangaben erstmals auch Festnahmen. Gegen Mittag (Ortszeit) war die Brücke frei, die Zufahrtsstraße geräumt. Der Grenzübergang werde wieder geöffnet, „wenn es sicher ist“, sagte der Bürgermeister der Grenzstadt Windsor, Drew Dilkens. Aber „die nationale Wirtschaftskrise an der Ambassador-Brücke ist heute zu Ende gegangen.“

Der Grenzübergang ist eine wichtige Verkehrsader und wird täglich von mehr als 40.000 Berufspendlern und Touristen genutzt. Täglich passieren Lastwagen mit Waren im Wert von 323 Millionen Dollar (283 Millionen Euro) die Brücke - mehr als ein Viertel des Warenverkehrs zwischen den USA und Kanada. Weitere Grenzübergänge blieben jedoch von Gegnern der Corona-Maßnahmen blockiert. Zahlreiche weitere Demonstranten strömten zudem in Kanadas Hauptstadt Ottawa, wo die Straßen seit über zwei Wochen durch hunderte Lastwagen verstopft sind.

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In Frankreich wurden am Samstag 97 Menschen wegen verbotener Verkehrsblockaden festgenommen. Wie die Sicherheitskräfte twitterten, wurden zudem 513 gebührenpflichtige Verwarnungen erteilt. Auch am Sonntag waren Beamte im Einsatz, um Straßenblockaden in der französischen Hauptstadt zu verhindern. Gegner der Anti-Corona-Maßnahmen hatten zu dem Protest aufgerufen. Sie lehnen verschärfte Regeln für nicht und nicht vollständig Geimpfte ab.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Proteste waren im Laufe der Woche in verschiedenen Landesteilen gestartet. Ziel ihrer Sternfahrt war eine gebündelte Demonstration, angelehnt an die Trucker-Proteste in Kanada. Diese Demonstration in Paris wurde jedoch verboten. Die Polizei hielt Hunderte Protestteilnehmer an Zufahrtspunkten am Stadtrand von der Anreise ab. Einsatzkräfte ließen zudem blockierende Wagen auf der Champs-Élysées abschleppen. Unter den Festgenommenen war nach Polizeiangaben auch Jérôme Rodrigues, eine der Symbolfiguren der „Gelbwesten“-Bewegung.

Mehrere hundert Teilnehmer des geplanten Pariser Protestkonvois machten sich unterdessen auf den Weg nach Brüssel. Fast 450 Fahrzeuge verließen nach Polizeiangaben am Sonntag den äußeren Autobahnring von Paris sowie den Bois de Boulogne im Westen der französischen Hauptstadt. Ein Konvoi von rund 300 Fahrzeugen erreichte am Sonntag das nordfranzösische Lille nahe der belgischen Grenze. In Brüssel wollen am Montag trotz eines behördlichen Verbots Impfgegner aus mehreren europäischen Ländern gegen die Corona-Auflagen demonstrieren.

Auch Teilnehmer eines Protestkonvois in Den Haag hatten am Wochenende angekündigt, nach Brüssel weiterzufahren und sich der dortigen Demonstration am Montag anzuschließen. Die belgischen Behörden haben die Protestkonvois verboten und Maßnahmen angekündigt, um eine „Blockade der Hauptstadtregion Brüssel“ zu verhindern.


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