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Tass: Putin sagt Fortsetzung aller Gaslieferungen zu

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Russlands Präsident Wladimir Putin will trotz der schweren Krise mit dem Westen die Gaslieferungen ins Ausland nicht stoppen. „Russland beabsichtigt, die ununterbrochenen Lieferungen dieses Rohstoffs, einschließlich des Flüssiggases, an die Weltmärkte fortzusetzen“, sagte der Staatschef am Dienstag in Moskau dem Kreml zufolge. Putin äußerte sich auf einem Forum erdgasexportierender Länder.

Russland hat am Montag gegen internationalen Protest die selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk in der Ostukraine als souveräne Länder anerkannt. Der Westen droht deshalb mit neuen Sanktionen gegen das Riesenreich. Befürchtet wird, dass sich das auf die Energie-Lieferungen auswirken könnte.

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Moskau betont stets, dass auch im Kalten Krieg in der Konfrontation zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik Deutschland das Gas immer geflossen sei. Putin sagte nun, Russland wolle Investitionen in den Gassektor erhöhen und die Infrastruktur verbessern.

Zudem hatte er zuletzt mehrfach die Hoffnung geäußert, dass die von Russland nach Deutschland durch die Ostsee verlegte Gaspipeline Nord Stream 2 rasch in Betrieb genommen wird. Das würde nach Darstellung Putins zu einer Entspannung auf dem wegen hoher Preise überhitzten Energiemarkt führen.

Die britische Regierung will scharf auf die russische Anerkennung der ostukrainischen Separatistengebiete reagieren. Es werde ein Sofortpaket von Wirtschaftssanktionen geben, kündigte Premierminister Boris Johnson am Dienstag in London nach einer Sitzung seines Sicherheitskabinetts an. „Wir müssen sicherstellen, dass wir die Nabelschnur durchtrennen“, sagte Johnson Johnson betonte, dass auch die Gaspipeline Nord Stream Ziel von Sanktionen sein müsse.

In Anbetracht des sich zuspitzenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine sieht der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), Gabriel Felbermayr, die Gefahr einer Rezession auf Europa zukommen. Sollte es zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommen und die Gasversorgung für Europa aus Russland abbrechen, seien die bisher prognostizierten 5 Prozent Wirtschaftswachstum heuer „sicher nicht zu halten“, so Felbermayr am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten.


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