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Bundespräsident gratuliert ÖOC-Medaillengewinnern von Peking

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Für Österreichs Medaillengewinner sind die Olympischen Winterspiele am Dienstagabend in der Wiener Hofburg ausgeklungen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen gratulierte dem erfolgreichen Aufgebot, das 18 Medaillen, je sieben in Gold und Silber, erobert hatte. Die Aktiven erhielten Goldmünzen im Wert von 17.000 Euro für Gold, 13.000 für Silber und 11.000 für Bronze.

Er habe die Winterspiele intensiv mitverfolgt, sagte Van der Bellen. Immer wieder seien Telefonanrufe über den Gewinn von Medaillen gekommen. „Ich konnte es gar nicht glauben, ich gratuliere.“ Der Bundespräsident hob stellvertretend Snowboarderin Anna Gasser, die Gewinnerin des Big-Air-Bewerbs, hervor. „Was sie da vorgeführt hat, war so unglaublich, es war das erste Mal, dass diese Art von Sprung auch funktioniert hat, das war für mich unfassbar.“

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ÖOC-Präsident Karl Stoss rief die Erfolge nochmals in Erinnerung. „Man muss sich das vorstellen, wir fahren mit 18 Medaillen nach Hause, wir haben acht vierte Plätze und insgesamt 67 Top-zehn-Platzierungen bei 106 Aktiven, damit sind wir unter den besten Nationen der Welt im Wintersport, etwas Schöneres gibt es nicht.“

Sportminister Werner Kogler kündigte weitere Förderungen an. Das Ministerium unterstützt u.a. bereits die Technologiezentren für Rodeln und Skisport, und Der Grünen-Politiker kündigte auch ein Engagement beim geplanten Ausbau der Ski-Trainingstrecken an. Das habe vielfache Vorteile, man müsse nicht mehr so viele Übersee-Trainingslager absolvieren, sagte Kogler. „Das ist auch noch etwas Nachhaltiges. Da gibt es einige Vorhaben und das sollte uns auch etwas wert sein, denn es macht uns schon auch ein bisschen stolz, dass Österreich zwar ein alpines, aber ein kleines Land und so weit vorne ist, das ist schon beachtlich“, erklärte Kogler.

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Matthias Mayer, der mit dem Super-G-Sieg bei seinen dritten Olympischen Spielen in Serie Gold geholt hat, befindet sich im Hoch. „Es klimpert die ganze Zeit so dahin, ich kriege meinen Grinser fast nicht mehr aus dem Gesicht“, meinte der Kärntner. Seine engere Landsfrau Gasser wiederholte den Erfolg von Pyeongchang. „Weil ich schon eine Goldene hatte, war ich bei diesen Spielen etwas relaxter. Es war ein Traum, dass es klappt, aber dass es wirklich hinhaut, war für mich sehr überraschend“, betonte die 30-Jährige.

Johannes Strolz war mit zweimal Gold (Kombination und Team) sowie Slalom-Silber der eifrigste Medaillensammler des ÖOC-Aufgebots. „Ich bin sehr dankbar und froh, hatte aber noch gar nicht Zeit, groß darüber nachzudenken. Am Samstag ist schon der nächste Weltcup in Garmisch, ich bin immer noch voll auf Schiene“, sagte der 29-Jährige.

Der Vorarlberger war mit einem lauten Schrei auf das Podest gesprungen. „Ich bin eher ein ruhiger Typ, aber dadurch, dass ich so lange gekämpft habe, hat sich einiges aufgestaut und wenn ich das schon erleben darf, dann muss ich auch alles rauslassen“, meinte Strolz zur APA.

Der Warther, der seine Slalom-Ski selbst präpariert und vor der Saison aus dem ÖSV-Kader gefallen war, hatte sich erst bei der internen Qualifikation im November für Weltcup-Einsätze qualifiziert. Vom Skiausrüster (Head) erhielt er zwar bestes Material, einen Vertrag hatte er aber nicht. Er sei von Rennsportchef Rainer Salzgeber nach dem Adelboden-Sieg schon darauf angesprochen worden, aber es sei noch keine Zeit dafür gewesen, sagte Strolz, der ein Fan des Football-Teams der Seattle Seahawks ist.

Für kommende Saison werde man wegen der künftigen Trainingsgruppe alles besprechen. Strolz freut sich aber auch auf Unterstützung bei der Skipräparierung. „Ich freue mich schon, wenn ich wieder vollen Service habe, weil es während der Wettkampfsaison unheimlich viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt. Diese Energie hat man auf Dauer nicht.“

Stefan Kraft hat bei drei Weltmeisterschaften in Serie Skisprung-Medaillen geholt, mit Team-Gold schrieb der Salzburger nun erstmals auch bei Winterspielen an. „Ich bin froh, dass wir es wieder so hingebracht haben, dass ich in jedem Bewerb um eine Medaille mitspringen konnte“, sagte der Großschanzen-Weltmeister der APA. „Mein Sprung lebt vom Risiko und ist am Limit, aber das muss man machen, wenn man Top drei sein will“, betonte der Pongauer. „Wir haben gewusst, dass wir als Team alles holen können. Es ist voll schön, wenn man sich gemeinsam freuen kann.“

Team-Senior Manuel Fettner will nach Einzel-Silber und Team-Gold erst nach der Saison über seine sportliche Zukunft entscheiden. „An fehlenden Zielen liegt es nicht, es wird auf mein Bauchgefühl ankommen und ob noch Motivation da ist“, erklärte der 36-Jährige. Er habe ein Studium beendet, die Zukunft könne im Sportbereich liegen oder ganz woanders. „Aber das werde ich erst überlegen, wenn der große Gefühlsbaustein Skispringen weg ist.“


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