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Papst twittert auf Russisch gegen Ukraine-Krieg

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Papst Franziskus hat sich mit einem russischen Tweet zum Krieg in der Ukraine zu Wort gemeldet. „Jeder Krieg hinterlässt die Welt schlechter, als er sie vorgefunden hat“, schrieb das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitag im Onlinedienst Twitter. „Krieg ist ein Versagen der Politik und der Menschheit, eine beschämende Kapitulation, eine Niederlage gegenüber den Mächten des Bösen.“

Das Zitat aus einer Enzyklika des Papstes von 2020 wurde in den üblichen Sprachen Italienisch, Portugiesisch, Polnisch, Französisch, Englisch, Spanisch, Deutsch und Arabisch auf Twitter verbreitet - und ausnahmsweise auch auf Russisch.

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Zuvor hatte der Papst mit einem höchst ungewöhnlichen Schritt auf den russischen Einmarsch in die Ukraine reagiert. Er ist am Freitag persönlich in der russischen Botschaft im Vatikan erschienen, wie der Kirchenstaat mitteilte. „Er ist dorthin gegangen, um seine Besorgnis über den Krieg auszudrücken“, sagte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni. Einzelheiten nannte er nicht.

Beobachtern zufolge ist es das erste Mal, dass ein Papst während eines Konflikts direkt eine Botschaft aufgesucht hat. Ausländische Gesandte werden normalerweise vom Staatssekretär des Vatikans vorgeladen oder treffen sich mit dem Papst im Apostolischen Palast.

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Der Papst habe mehr als 30 Minuten in der Botschaft verbracht, sagte Bruni. Er wollte sich allerdings nicht zu einem Bericht äußern, wonach der 85-Jährige die Vermittlung des Vatikan angeboten habe. Dies hatte ein argentinischer Medienbericht nahegelegt. Franziskus kommt aus Argentinien.

Botschafter Aleksandr Awdejew bestritt russischen Medienberichten zufolge, dass der Papst seine Vermittlerdienste angeboten habe. Er wird von der Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert, dass Franziskus „große Besorgnis“ über die humanitäre Lage in der Ukraine geäußert und „zum Schutz der Kinder, zum Schutz der Kranken und Leidenden und zum Schutz der Menschen“ aufgerufen habe.

Papst Franziskus hatte sich bereits vor dem Einmarsch um eine diplomatische Lösung des Konfliktes bemüht. „Lasst uns nicht vergessen: Krieg ist Wahnsinn“, sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche etwa bei seiner Generalaudienz im Vatikan. Franziskus rief den Aschermittwoch zum Gebets- und Fastentag für den Frieden in der Ukraine aus.

Der Vatikan teilte am Freitag separat mit, dass Franziskus wegen akuter Knieschmerzen den Gottesdienst am Aschermittwoch nicht leiten könne. Er muss auch an diesem Sonntag auf eine Reise nach Florenz verzichten.


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