Russland zu neuen Gesprächen mit Ukraine bereit

Russland zeigt sich nach Kremlangaben bereit für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit der Ukraine noch am Mittwoch. „Heute Nachmittag, am späten Nachmittag, wird unsere Delegation vor Ort sein und auf die ukrainischen Unterhändler warten“, sagte Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti mitteilte, wäre ein dritter Weltkrieg ein Atomkrieg.

Sollte es dazu kommen, kämen auch Atomwaffen zum Einsatz und es wäre zerstörerisch, so Lawrow weiter. Russland wäre einer „realen Gefahr“ ausgesetzt, sollte die Ukraine zu Atomwaffen gelangen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur TASS den Minister mit den Worten zitiert, Russland werde nicht zulassen, dass die Ukraine in den Besitz von Nuklearwaffen kommt. Russland ist am Donnerstag in die Ukraine einmarschiert und nennt das Vorgehen einen militärischen Sondereinsatz, um die Ukraine zu entnazifizieren und zu entmilitarisieren. Der Westen liefert Waffen an die Ukraine und hat Sanktionen gegen Russland verhängt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will nach Angaben seines Büros am Mittwochabend in einer Fernsehansprache die Lage in der Ukraine erörtern. Deutschlands Kanzler Olaf Scholz rief Russland bei seinem Israel-Besuch erneut auf, alle Kampfhandlungen sofort einzustellen. „Attacken auf zivile Infrastruktur und Zivilisten müssen aufhören“, betonte er.

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