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Shiffrin zum vierten Mal im Gesamtweltcup-Siegerin

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US-Star Mikaela Shiffrin hat am Donnerstag zum gesamt vierten Mal den Gesamtweltcup der alpinen Skiläuferinnen gewonnen. Die seit vergangenen Sonntag 27-Jährige belegte im Super-G der Finalwoche dieses Winters in Courchevel Rang zwei (+0,05) und hat vor den abschließenden zwei Rennen uneinholbare 236 Punkte Vorsprung auf Verfolgerin Petra Vlhova. Die Slowakin belegte im Rennen Rang 17 (+1,39). Der Tagessieg ging erstmals in einem Super-G an die Norwegerin Ragnhild Mowinckel.

Von den Österreicherinnen wurde die Steirerin Tamara Tippler als Beste Zehnte (+0,93 Sek.). Ramona Siebenhofer (+1,02), Mirjam Puchner (+1,05), Nadine Fest (+1,33) und Magdalena Egger (+1,79) belegten die Ränge 12, 13, 16 und 21. Federica Brignone war schon als Gewinnerin der Disziplinwertung festgestanden. Die Italienerin wurde diesmal nur 19. Tages-Dritte wurde die Schweizerin Michelle Gisin (+0,13). Die bei den Olympia in China ohne Medaille gebliebene Shiffrin hatte 2016/17, 2017/18 und 2018/19 dreimal in Folge den Gesamtweltcup geholt.

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Damit schlug die 74-fache Gewinnerin von Weltcup-Rennen in dieser Hinsicht erstmals nach dem Tod ihres Vaters zu. „Ich wollte in diese Woche reingehen und das ganze Gewicht abwerfen“, bezog sich Shiffrin etwa auch auf die Enttäuschungen bei den Spielen. „Ich musste einfach in jedem Moment konzentriert sein. Jetzt ist es natürlich super, noch zwei Rennen, aber keinen Druck mehr zu haben. Das war das letzte große Ziel, das noch zu erreichen war. Das ist sehr speziell.“

Vlhova räumte ein, den Gesamt-Weltcup diese Saison nicht als Ziel gehabt zu haben - obwohl sie als Titelverteidigerin angetreten war. Die Chance habe sich aber ergeben. „Ich freue mich für sie“, meinte Vlhova in Richtung Shiffrin. „Ich habe eine kleine Kugel (Slalom, Anm.) und Olympia-Gold (Slalom), sie die große Kugel - das ist 50:50.“

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Tippler hatte vor dem Rennen noch eine kleine Chance auf die Top drei im Disziplin-Weltcup, fiel im Endeffekt als beste Österreicherin aber noch leicht auf Position sieben zurück. Danach meinte sie, dass sie in Schönheit gestorben sei. „Ich bin zu rund gefahren. Wenn es sich schön ausgeht mit den Abständen, ist es meistens nicht schnell“, betonte die 29-Jährige. „Das muss man akzeptieren. Ich bin froh, dass es gut zu Ende gegangen ist und ich halbwegs fit dastehe und ein Hakerl machen kann.“

Siebenhofer gab an, mit ihrem Rücken zu kämpfen. Schon zu Saisonbeginn habe sie da Probleme gehabt, diese dann in den Griff bekommen. „Es hat sehr gut funktioniert, aber dann viele Reisen und viel Zeit im Sitzen, da war es nicht mehr so optimal“, erzählte die Steirerin. „Jetzt werde ich es abchecken lassen mit ein paar Tagen Pause. Es war beim Abfahrtstraining ein blöder Schlag, der das noch verstärkt hat.“ Im Rennen sei auch sie teilweise ein bisschen zu rund gefahren. Im Riesentorlauf am Wochenende wolle sie jedenfalls noch antreten.

Die olympische Silbermedaillen-Gewinnerin Puchner kam im letzten Speed-Rennen der Saison auch nicht auf den erhofften Spitzenplatz. „Es war zum Schluss ein bisschen zach, die Luft einfach heraußen“, resümierte die Salzburgerin die letzte Weltcup-Phase. „Ich bin vom Körperlichen nicht mehr so auf der Höhe.“

Das gilt auch wohl für Brignone, dennoch gewann sie die Spezialwertung 116 Punkte vor ihrer Landsfrau Elena Curtoni. Shiffrin verbesserte sich weitere zehn Zähler noch dahinter auf Platz drei. Für die in der Super-G-Wertung letztlich viertplatzierte Mowinckel wiederum war es der zweite Weltcup-Sieg, die Premiere hatte sie vor vier Jahren in Ofterschwang in einem Riesentorlauf.


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