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Mehrere Explosionen im Westen von Kiew

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Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am späten Sonntagabend von mehreren Explosionen erschüttert worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden dabei mehrere Wohnhäuser im Stadtteil Podil im Westen der Metropole beschädigt und in Brand gesetzt. Auch ein Einkaufszentrum sei getroffen worden. „Rettungsmannschaften und Sanitäter sind bereits vor Ort“, teilte Klitschko auf Telegram mit. Nach ersten Erkenntnissen wurde bei dem Angriff mindestens ein Mensch getötet.

Unterdessen wies der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj knapp 25 Tage nach Kriegsbeginn die russischen Soldaten auf vermeintlich falsche Vorstellungen vom Verlauf ihrer Invasion hin. „Sie suchen weiterhin nach den imaginären Nazis, vor denen sie angeblich unsere Leute schützen wollten und sie können noch immer keine Ukrainer finden, die sie mit Blumen empfangen“, meinte Selenskyj in einer Videoansprache Montagfrüh.

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„Die russischen Militärs können den Weg nach Hause nicht finden, und deshalb helfen ihnen unsere Militärs auf dem Weg zum Gericht Gottes, vor dem sie alle nur die eine Strafe erhalten - den ewigen Keller, ewig im Bombenhagel, ewig ohne Nahrung, Wasser uns Heizung.“ Dies sei die Strafe „für alles, was sie unseren Leuten angetan haben“, fügte Selenskyj hinzu. Die Videobotschaften des ukrainischen Staatschefs, in denen sich Selenskyj vereinzelt auch direkt an die russischen Soldaten oder auch die Bevölkerung Russlands wendet, sind inzwischen fester Bestandteil der Verteidigungsmaßnahmen gegen die russischen Angriffe.

In der südukrainischen Hafenstadt Odessa wurde am Sonntag der zunehmende Einsatz russischer Drohnen über dem Stadtgebiet und in der Umgebung registriert. Die Luftabwehr habe die Drohnen des Gegners unter Feuer genommen, hieß es. „Es ist aber alles ruhig, es gab keine Angriffe“, wurde der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Maxim Martschenko, von der „Ukrajinska Prawda“ zitiert. „Der Abschuss einiger dieser Drohnen wurde bereits bestätigt“, sagte Martschenko. Die Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. Odessa ist vom Kriegsgeschehen bisher weitgehend verschont geblieben.

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Nach Erkenntnissen ukrainischer Militärs hat die russische Luftwaffe nach anfänglichen Verlusten ihre Strategie bei Angriffen geändert. „In 25 Tagen haben die russischen Besatzer schwere Verluste zu Lande und auch in der Luft erlitten - 96 Flugzeuge, 118 Hubschrauber und Dutzende Marschflugkörper und Drohnen“, teilte der ukrainische Luftwaffensprecher Juri Ignat nach Angaben der „Ukrajinska Prawda“ am Sonntagabend mit. Angesichts dieser Verluste sei seit zwei Tagen eine neue Strategie der Russen erkennbar, die verstärkt mit Aufklärungsdrohnen die Ergebnisse von Raketenangriffen kontrollierten. Unabhängig überprüfen ließen sich auch diese Angaben nicht.


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