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Prozess um Messerattacke nach Trennung in Wien

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Wegen versuchten Mordes an seiner scheidungswilligen Ehefrau wird einem 52-Jährigen am Dienstag am Wiener Landesgericht der Prozess gemacht. Laut Anklage lauerte der Mann am 19. August 2021 bei der U-Bahn-Station Pilgramgasse der 45-Jährigen auf. Als diese des Weges kam, zog er ein Messer, packte die Frau, hielt sie fest und stach ihr mehrfach in den Bauch. Die Frau überlebte nur, weil ihr Passanten zu Hilfe kamen.

Der Schwerverletzten gelang es, sich vom Boden aufzurappeln und davonzulaufen. Der 52-Jährige rannte ihr jedoch hinterher, wobei er der Anklageschrift zufolge schrie, dass er sie umbringen werde. Er verfolgte sie über die Pilgrambrücke in Richtung Linke Wienzeile, wo es dann der Frau gelang, ihn mit Pfefferspray zu besprühen und außer Gefecht zu setzen. Diesen hatte sie sich nach dem Auszug aus der ehelichen Wohnung und dem Einreichen der Scheidung - sie hatte die permanente Kontrollsucht des Mannes, den sie 2001 geheiratet hatte, nicht mehr ertragen - besorgt. Sie befürchtete, dass er die Trennung nicht akzeptieren werde und gewalttätig werden könnte. Dem Mann droht im Falle einer Verurteilung bis zu lebenslange Haft. Zudem wurde die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt.

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