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Warten auf die neuen Masken- und Quarantäneregeln

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Die neuen Corona-Regeln lassen auf sich warten. Dienstagabend war auf Koalitionsebene noch verhandelt worden, wiewohl die geplante Verordnung schon um Mitternacht in Kraft treten soll. Ein untertags gehandelter Entwurf hätte das von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) angekündigte Comeback der Maske in Innenräumen stark relativiert. Denn alternativ könnten Handel, Veranstalter und Nachtlokale auch auf 3G zurückgreifen.

Ob diese Maßnahme viel Wirkung erzielen wird, ist wohl nicht unumstritten. Denn beinahe alle Experten hatten vor allem den Wegfall der Maske für den starken Anstieg der Infektionszahlen in den vergangenen Wochen haupt-verantwortlich gemacht. Nunmehr könnten sich bei Veranstaltungen oder auf der Tanzfläche weiter Personen drängeln, so sie getestet, geimpft oder genesen sind.

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Die bekannte Virologin Dorothee von Laer hatte entsprechende Pläne in der „Kronen Zeitung“ stark in Zweifel gezogen. Für sie ergeben Regeln wie 3G aktuell „keinen Sinn“. Denn Geimpfte würden sich derzeit bei Omikron genauso oft anstecken wie Ungeimpfte. Sinnvoll wäre aus ihrer Sicht neben der Maskenpflicht ein verpflichtender Test.

Jedenfalls bleiben wird die Maske dort, wo sie schon bisher vorgeschrieben war, also beispielsweise in Lebensmittel-Geschäften, in Banken, Apotheken und im öffentlichen Verkehr. Dafür wird, wenn sich die nachmittägigen Pläne bestätigen, z.B. in Gondeln oder in Reisebussen alternativ auch 3G möglich sein. Gleiches gilt etwa für den Textil-Handel oder in Theatern und Sporthallen.

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Ebenfalls geplant waren mit Mitte der Woche Änderungen bei den Quarantäne-Regeln, wo gegenwärtige aber nicht einmal konkret Umsetzungspläne durchgesickert. Ursprünglich angedacht war: Ist eine Person zwei Tage symptomfrei, sollte sie fünf Tage nach dem positiven Test wieder arbeiten können. Vorgesehen war das zumindest für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Allerdings stieß das bei der Personalvertretung ebenso auf Widerstand wie z.B. bei der Gemeinde Wien.

Besonders scharf formulierte diesbezüglich der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Sollte Rauch entsprechenden Forderungen nachkommen, wäre er für den Stadtchef sogar „rücktrittsreif“. Denn es sei selbst nach fünf Tagen Infektion nicht gesichert, dass Erkrankte auch ohne Symptome nicht mehr ansteckend sind. Das Risiko, dass nach wie vor infizierte Mitarbeiter in Spitälern oder Pflegeheimen kranke Personen anstecken könnten, sei zu hoch.

Wer dieses in Kauf nähme, handle „schlichtweg verantwortungslos“. Für vorbelastete Menschen könnte eine Infektion mit dem Tod enden, warnte Luger.

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) schließt dennoch sogar eine komplette Abschaffung der Quarantäne nicht von vornherein aus. Ein allgemeines Quarantäne-Aus wäre „sehr gut, falls es medizinisch gerechtfertigt ist“, sagte der Bundeskanzler am Dienstag zur APA am Rande eines Medientermins im Tiroler Telfs.


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