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Salzburg jubelt über Comeback-Sieg in Wien - VSV unterliegt

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Der EC Red Bull Salzburg hat in der Halbfinal-Serie der ICE Hockey League gegen die Vienna Capitals auf 2:0 gestellt. Nach einem schier unglaublichen Comeback siegten die Salzburger am Samstag in Wien mit 3:2 n.V. (0:0,0:2,2:0;1:0). 40 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit lagen die „Caps“ noch 2:0 voran. Spiel drei geht am Montag in Salzburg in Szene. Der VSV musste im zweiten Duell mit Fehervar den Ausgleich hinnehmen. Die Ungarn siegten zu Hause mit 6:3 (2:1,3:0,1:2).

Salzburg sah in Wien schon wie der sichere Verlierer aus. Im 6 gegen 5 traf Danjo Leonhardt aber bei 40 Sekunden Spielzeit auf der Uhr, ehe TJ Bennan neun Sekunden vor der Sirene aus der Distanz zum 2:2 verwertete. In der Overtime war nach 16:44 Minuten der ehemalige Wien-Profi Benjamin Nissner zur Stelle.

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Bei den Capitals waren vor dem ersten Heimauftritt der Serie mit Torhüter David Kickert, Phil Lakos, Dominic Hackl und Brody Sutter vier zuletzt Corona-Erkrankte zurückgekehrt. Charlie Dodero kam nach seiner Sperre wieder zum Zug, an der Bande vertrat Assistenz-Coach Christian Dolezal seinen noch fehlenden Chef Dave Barr. Bei Salzburg stand erneut Atte Tolvanen anstelle von JP Lamoureux im Tor. Das Team von Matt McIlvane durfte auf fünf Siege am Stück zurückblicken. Dementsprechend versuchten die Salzburger vor 4.000 Zuschauern auch, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden.

Sie verbuchten im torlosen ersten Drittel die besseren Chancen, die Caps vermochten aber Akzente zu setzen. Verteidiger Anton Karlsson (29.) versenkte den Puck dann nach Vorarbeit von Armin Preiser im Salzburger Kreuzeck, die Wiener hatten fortan Oberwasser. Eine Strafe gegen James Sheppard bescherte den Gästen knapp drei Minuten vor Drittelende dann das erste Powerplay des Abends, Kickert und seine Vorderleute konnten einen Gegentreffer mit Mühe verhindern. Keine halbe Minute später schlug Sheppard (40.) per Onetimer zum 2:0 zu.

Im dritten Drittel folgte eine Schrecksekunde, nachdem Florian Baltram von Matt Bradley am Kopf gecheckt wurde und zu Boden ging. Der Salzburg-Stürmer konnte das Eis aber auf den eigenen Beinen verlassen, Bradley fasste eine Spieldauer-Strafe aus. Die Wiener verteidigten ihren Vorsprung auch in fünfminütiger Unterzahl, Kickert blieb ein starker Rückhalt. Doch Salzburg hatte noch die Schlussminute - und ging am Ende als jubelnder Sieger vom Eis.

Der VSV trat in Szekesfehervar ohne den kranken Alexander Rauchenwald sowie Jamie Fraser an. Der Kapitän blieb wegen einer im ersten Spiel erlittenen Oberkörperverletzung daheim. Die Adler erwischten dieses Mal den besseren Start. Verteidiger Nico Brunner (4.) bugsierte den Puck nach dem ersten Ansturm von Fehervar bei einem Gegenstoß ins Tor. Die Ungarn wussten jedoch zu antworten. Nach einem Bully-Gewinn im Angriffsdrittel führte eine schöne Kombination zum Ausgleich durch Csanad Erdely (10.).

In einer intensiven Partie, in der die Gemüter mitunter hoch gingen, vergab Renars Krastenbergs in Überzahl nach Vorarbeit von Scott Kosmachuk die nächste Villacher Führung. Ein Scheibenverlust der Gäste leitete dann einen Konter ein, Braeden Shaw (16.) schloss ins Kreuzeck ab. Die erstmals im Halbfinale stehenden Ungarn erwiesen sich im zweiten Drittel effektiver. Akos Mihaly (26.) und Shaw (26.) trafen binnen 37 Sekunden, der VSV lief dabei in Turnovers. VSV-Goalie Tomi Karhunen bewahrte sein Team mit einer Grätsche vor dem fünften Gegentor.

Villach legte zu, schoss in den ersten zwei Dritteln auch öfter auf das gegnerische Gehäuse (21:18), vermochte daraus aber kein Kapital zu schlagen. Andrew Sarauer traf im Powerplay eine Sekunde vor der zweiten Pause zum 5:1. Doch die Mannschaft von Rob Daum gab sich nicht auf: Brett Flemming (41.) verkürzte keine halbe Minute nach Wiederbeginn, der 18-jährige Johannes Tschurnig (51.) mit seinem ersten Ligator zum 3:5. Der VSV nahm Risiko, der Anschlusstreffer gelang aber nicht mehr. Istvan Bartalis (59.) traf zur Entscheidung ins verwaiste Tor. Das nächste Spiel steht am Montag in Villach auf dem Programm.


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