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Tirols FPÖ wählt Abwerzger am 8. April zum Spitzenkandidaten

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Die Tiroler Landtagswahl ist zwar noch ein knappes Jahr entfernt, die FPÖ macht allerdings bereits am 8. April Nägel mit Köpfen: Parteiobmann Markus Abwerzger wird sich in Sitzungen von Landesparteivorstand und Landesparteileitung erneut um die Spitzenkandidatur bewerben und dabei wohl erwartungsgemäß gewählt werden. Er erwarte sich in den Gremien, die im Beisein von Bundesparteiobmann Herbert Kickl tagen werden, eine „breite Zustimmung“, sagte Abwerzger im APA-Gespräch.

Der Bundesparteiobmann werde in den Sitzungen einen „politischen Bericht“ abgeben, so Tirols oberster Blauer. Die Kür des Spitzenkandidaten in diesen Gremien sei in den Statuten der Partei so vorgesehen, erklärte der 46-jährige Rechtsanwalt und Klubobmann im Tiroler Landtag. Am 3. Juli wird dann auch in Schwaz ein ordentlicher Landesparteitag der Tiroler FPÖ stattfinden, bei dem sich Abwerzger erneut um die Obmannschaft bewerben wird. Er steht der Landespartei bereits seit dem Jahr 2013 vor.

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Der Tiroler FPÖ-Chef kündigte einen harten Oppositionswahlkampf an, in dem die Freiheitlichen vor allem gegen das „System Platter“ zu Felde ziehen wollen. Es sei an der Zeit, dass dieses beendet wird: „Das ‚System Platter‘ steht für Postenschacher und Günstlingswirtschaft. Zudem herrscht Stillstand. Da rockt einfach nichts mehr“. Die FPÖ sei die einzige Partei, die gegen dieses System auftrete, alle anderen würden versuchen, sich auf den ÖVP-Schoß zu setzen.

Eine mögliche Koalition mit Landeshauptmann Günther Platter und seinen Getreuen komme somit auch nach der Wahl nicht in Frage. Allerdings ortete Abwerzger auch mögliche Verbündete in der Volkspartei, mit denen man gut zusammenarbeiten könnte: „Es befinden sich viele in Lauerstellung“. Bei einer empfindlichen Niederlage der ÖVP würden die Karten sicher neu gemischt und andere Protagonisten ans Ruder kommen.

Bei der Landtagswahl im Jahr 2018 hatte die Tiroler FPÖ 15,53 Prozent bzw. fünf Mandate eingefahren - ein Plus von mehr als sechs Prozent. Ziel für den Urnengang im kommenden Jahr sei ein „Plus“ vor dem Ergebnis, so Abwerzger. Auf eine genaue Prozentzahl wollte sich der Landesparteiobmann vorerst nicht festlegen.


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