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Jugendlicher Bekannter des Attentäters von Wien vor Gericht

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Nach dem Terroranschlag in Wien vom 2. November 2020, bei dem vier Menschen ums Leben kamen, ehe der Attentäter von der Polizei getötet wurde, sind eine Reihe von Personen aus dessen Umfeld festgenommen worden. Man hielt eine Beitragstäterschaft für möglich, gegen mehrere stand bzw. steht der Verdacht im Raum, sie könnten den Attentäter im Vorfeld des Anschlags unterstützt haben. Einer von ihnen war ein damals 16-Jähriger, der sich am Mittwoch vor Gericht verantworten muss.

In der Anklage gegen den mittlerweile 17-Jährigen finden sich zwar kein Hinweise auf einen Tatbeitrag, der Staatsanwalt verweist allerdings darauf, dass dieser Mitte Juli 2020 „intensiven Kontakt“ zum Attentäter und zwei aus dem Ausland angereisten Islamisten gehabt haben soll, die sich zu einem konspirativen Treffen in Wien verabredet haben dürften. Im Oktober desselben Jahres - und damit wenige Wochen vor dem Anschlag - führte er laut Anklage mit dem Attentäter eine Unterhaltung über Instagram. Konkret inkriminiert sind die Verbrechen der terroristischen Vereinigung und der kriminellen Organisation. Der 17-Jährige - er wurde Mitte Mai 2021 aus der U-Haft entlassen, im Herbst begann er eine Lehre - soll sich bis zu seiner Festnahme als Mitglied der radikalislamistischen Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) betätigt, Länder übergreifende Kontakte mit Gleichgesinnten gehalten und mit diesen Nachrichten und Videos ausgetauscht haben. Der bisher Unbescholtene hat sich bisher zu den Tatvorwürfen nicht geäußert und eine radikalislamistische Gesinnung in Abrede gestellt.

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