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ÖHB-Männer gegen Island in WM-Quali vor „Riesenaufgabe“

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Die Aufgabe ist groß, der Druck klein: Mit dem EM-Sechsten Island treffen Österreichs Handballmänner im finalen Play-off der WM-Qualifikation auf einen recht klaren Favoriten, die Hoffnung aber lebt vor den Duellen am Mittwoch in Bregenz und Samstag in Hafnarfjördur (je 18.00 Uhr/live ORF Sport +). „Es ist sicher unsere schwierigste Quali-Aufgabe in den letzten Jahren. Aber wir können das schaffen, wenn wir daran glauben“, gab sich Kapitän Nikola Bilyk optimistisch.

Die Statistik ist eindeutig: In bisher 23 Spielen gab es 5 Siege, 2 Unentschieden und 16 Niederlagen, nur einmal waren die Isländer für Österreich in einem Bewerbsspiel zu biegen - beim 28:23 im Herbst 2020 in Wr. Neustadt (EM-Quali). Da war der heute 25-jährige Bilyk ebenso wie beim 36:27-Testerfolg im bisher letzten Aufeinandertreffen 2014 noch nicht in der A-Auswahl vertreten. Für ihn ist das ohnehin „vollkommen irrelevant“, rund vier Monate nach der enttäuschenden EM (Platz 20) zählt nur das Jetzt: „Wir können etwas schaffen, mit dem nicht jeder rechnet.“

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Im März musste sich ein stark verjüngtes Team im ersten Quali-Play-off zu zwei relativ knappen Siegen gegen Außenseiter Estland kämpfen, nun hat Teamchef Ales Pajovic zwei wichtige Akteure mehr zur Verfügung: Mittemann Lukas Hutecek ist nach einer Verletzung ebenso wieder dabei wie der rechte Rückraumspieler Boris Zivkovic, der gegen Estland wegen der Geburt seines Kindes fehlte. „Da bin ich sehr froh“, meinte Pajovic, dem aber nach wie vor etwa Routinier Janko Bozovic fehlt.

„Wir haben bei der EM gesehen, wie stark sie sind, da war Island ein Medaillenkandidat“, erklärte Pajovic über die Truppe um Rückraum-Routinier Aron Palmarsson. Für Bilyk ist klar, dass gegen die 6:0-Abwehr der Isländer, die sich manchmal auch zu einem 3:3 formiere, Lösungen gefragt seien. „Island hat in der Defensive nicht unbedingt die großen Leute, sie werden früher rauskommen, um unser Spiel zu stören. Wir müssen Zweikämpfe gewinnen, mit unseren Kreisläufern und Einläufen arbeiten“, gab der Kiel-Legionär die Marschrichtung vor.

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Das Um und Auf werde aber wie immer eine saubere Defensivleistung sein. „Wenn die Abwehr gut spielt, so wie gegen Estland, dann ist auch der Tormann gut“, erinnerte Pajovic an die jüngsten Partien. Da hatte der im Team noch unerfahrene Ralf Patrick Häusle von Bregenz eine gute Figur abgegeben. „Er hat das super gemacht“, lobte Pajovic den Schlussmann, der auch diesmal wieder gefragt sein wird.

Zumindest eine gute Ausgangslage für das Rückspiel will man sich vor vollem Haus in Bregenz erarbeiten. „Das wird eine Riesenaufgabe, aber es sind halt zweimal 60 Minuten, im Handballsport ist immer alles möglich“, gab Bilyk an. Ein Erfolg über zwei Partien käme freilich einer kleinen Sensation gleich: „Das wäre etwas ganz Großes gegen eine Nation, die unter den Top-Fünf Europas ist.“


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