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Flüchtlingsboote im Mittelmeer gesunken

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Vier Boote mit 120 Migranten sind vor der tunesischen Küste gesunken, bei dem Versuch, das Mittelmeer nach Italien zu überqueren. Mindestens zwölf Afrikaner starben dabei und weitere zehn werden vermisst, sagte ein Beamter der Küstenwache gegenüber Reuters. Weitere 98 Migranten konnten gerettet werden. Bei einem anderen Unglück sank vor der Küste der libanesischen Stadt Tripoli ein Flüchtlingsboot mit 60 Menschen an Board; die Leiche eines Kindes geborgen worden.

Zehn Menschen wurde vor der tunesischen Stadt Sfax noch vermisst, sagte der Beamte der Küstenwache am Samstag. Die Küste um Sfax hat sich zu einem bedeutenden Ort für Flüchtlinge und Migranten entwickelt, die nach Europa ablegen. Das tunesische Innenministerium hatte diese Woche mitgeteilt, man habe voriges Jahr 20.000 Bootsmigranten festgenommen. Mindestens 15.000 erreichten 2021 von dort aus Italien.

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„45 Menschen wurden gerettet“, sagte der libanesische Verkehrsminister Ali Hamieh am Samstagabend im örtlichen Rundfunk zu dem anderen Unglück. Das Schicksal der anderen Flüchtlinge, die mit dem Boot in See gestochen waren, blieb zunächst unklar. „Die Suche geht weiter“, sagte Hamieh. Das libanesische Rote Kreuz entsandte wegen des Unglücks zehn Krankenwagen zum Hafen der nordlibanesischen Stadt Tripoli.

Immer wieder versuchen Flüchtlinge auch vom Libanon aus, mit Booten das 175 Kilometer entfernte Zypern zu erreichen, das zur EU gehört. Die meisten dieser vom Libanon über das Meer flüchtenden Menschen stammen aus dem Bürgerkriegsland Syrien, doch sind in wachsender Zahl auch Libanesen darunter. Der Libanon leidet unter einer massiven Wirtschafts- und Staatskrise.

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