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WTA verzichtet wegen Peng-Causa weiter auf Turniere in China

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Die Frauen-Spielerorganisation WTA wird heuer aufgrund der Causa Peng Shuai keine Tennis-Turniere in China veranstalten. „Wir werden entschlossen bleiben. Wir hoffen, dass wir 2023 mit einer Lösung zurückkehren können, die zeigt, dass Fortschritte gemacht wurden“, sagte Tour-Chef Steve Simon. Das wäre ein „Sieg für die Welt“. Die WTA hatte im Dezember wegen des Falles Peng Shuai bis zur endgültigen Klärung des Verbleibes der Ex-Spielerin all ihre Turniere in China abgesagt.

Ein Schritt, der in der Tennis-Community viel Applaus erhielt, der WTA Tour aber Hunderte Millionen Dollar an Übertragungs- und Sponsordeals kosten würde. „Wir sind nach wie vor bestrebt, eine Lösung in dieser Angelegenheit zu finden“, sagte Simon im „The Tennis Podcast“. Es gehe aber nicht darum, sich von China zu trennen. „Wir haben unsere Aktivitäten dort im Moment ausgesetzt. Das werden wir auch weiterhin tun, bis wir eine Lösung gefunden haben.“

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Der Fall bewegt, seit die frühere Weltranglisten-Erste im Doppel im November im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht hatte. Peng hatte später bestritten, die Vorwürfe erhoben zu haben. Ihre Aussagen wirkten jedoch gestellt. Auch spätere Interviews wirkten inszeniert.

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking trat Peng im Februar zuletzt in der Öffentlichkeit auf. Die WTA besteht weiter auf eine formelle Untersuchung von Pengs Vorwürfen und die Möglichkeit auf ein persönliches Gespräch mit ihr. „Wir haben in letzter Zeit keine Kommunikation mit Peng gehabt und die Welt hat Peng seit den Olympischen Spielen auch nicht mehr gesehen“, sagte Simon.

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Die ATP Tour der Tennis-Männer wird diese Saison hingegen vier Turniere in China veranstalten. Die Chengdu Open, die Zhuhai Championships, die China Open und das Shanghai Masters werden von September bis Oktober ausgetragen. „Ihr Unterschied ist, dass sie kein Mitglied haben, das dort betroffen ist“, sagte Simon über die Position der ATP: „Hätten wir gerne ihre Unterstützung für das, wofür wir dort eintreten und für die Probleme? Auf jeden Fall. Aber wir versuchen nicht, ihre Entscheidung in irgendeiner Weise zu beeinflussen.“


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