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Zürcher Schneemann Böögg verheißt unschönen Sommer

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Wenig Verheißungsvolles für einen sonnigen Sommer hat in diesem Jahr Zürichs explodierender Schneemann zu bieten: Beim traditionellen Frühjahrsbrauch Sechseläuten deutete am Montag alles auf schlechtes Wetter hin. Bei dem Brauch jeweils am dritten Montag im April wird eine Schneemann-Puppe namens Böögg mit Holzwolle und Knallkörpern gefüllt und angezündet. Je schneller der Kopf explodiert desto schöner wird der Sommer, so die Überlieferung.

Am Montag dauerte es aber geschlagene 37 Minuten und 59 Sekunden, bis der Böögg kaputt war, wie die Veranstalter mitteilten. Das war mehr als dreimal so lange wie 2021. Und schon der vergangene Sommer war eher durchwachsen. Rund 3.500 Zunftmitglieder in Kostümen sowie Reitergruppen, Pferdegespanne und Musikgruppen ziehen an dem Tag durch die Stadt zum Sechseläutenplatz mitten in der Stadt, an der Oper und nahe am Zürichsee. Dort wird seit 120 Jahren der Scheiterhaufen dann angezündet. Ein verlässlicher Meteorologe ist der Böögg in der Vergangenheit nicht immer gewesen. 2016 explodierte der Kopf bei Dauerregen erst nach fast 44 Minuten und trotzdem war es in dem Jahr bis in den September hinein hochsommerlich warm.

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