Entgeltliche Einschaltung

Missbrauchsprozess gegen Reithofbesitzer in Kärnten

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Weil er vier jugendliche Mädchen sexuell belästigt und missbraucht haben soll, hat sich am Freitag ein 62-jähriger Mann vor einem Schöffensenat am Landesgericht Klagenfurt verantworten müssen. Der Reiterhofbesitzer soll sich an der Tochter seiner Lebensgefährtin vergangen haben - und an drei Mädchen, die Pferde bei ihm gemietet oder eingestellt hatten. Der Mann bezeichnete die Vorwürfe als erlogen, er habe keine Erklärung dafür. Der Prozess war bis Mittag anberaumt.

Staatsanwältin Doris Wieser warf dem Mann mehrere Übergriffe über Jahre hinweg vor. So habe er die Mädchen nicht nur umarmt, obwohl sie das nicht wollen hätten, sondern sie auch im Intimbereich berührt. Die Jugendlichen, die auf dem Hof gearbeitet haben, hätten sich nur getraut, sich verbal zu wehren - aus Angst ihr Pferd zu verlieren, führte die Staatsanwältin aus.

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Der Angeklagte schüttelte während des Anklagevortrags den Kopf. Wie sein Verteidiger Philipp Tschernitz sagte, sei es zwar richtig, dass die Mädchen am Hof tätig waren und Pferde eingestellt gehabt hatten. „Es hat ein durchaus amikales Verhältnis geherrscht, aber sexuelle Übergriffe haben niemals stattgefunden.“ Das betonte auch der Angeklagte selbst: „Es kann sein, dass ich sie hin und wieder eingehalten habe, vor lauter Freude. Aber ich habe sie niemals belästigt. Ich weiß nicht, was in den Mädels vorgeht.“

Wie der Vorsitzende des Schöffensenates, Gernot Kugi, sagte, hatte der Österreichische Pferdesportverband Anzeige erstattet, weil sich die Vorwürfe gegen den Angeklagten gemehrt hätten. Dann hätten sich mehrere Mädchen gemeldet.

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