„Wir brauchen keine neuen Erschließungen“

Der Zusammenschluss zwischen Ötz- und Pitztal war bei der Einweihung der neuen Gaislachkoglbahn ebenso Thema wie die Sölder Ortskernentwicklung.

Von Renate Schnegg

Sölden –Am Samstagvormittag wurde die neue, 36 Millionen Euro schwere, Gaislachkoglbahn in Sölden feierlich eingeweiht, die TT berichtete. Anlass genug für ein Stelldichein der Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik bei der Talstation der Bahn.

Die Liste der Festredner war kurz, deren Aussagen aber prägnant: So kam unter anderem auch der schon seit einigen Jahren geplante Zusammenschluss zwischen dem Pitztal und dem Ötztal zur Sprache. So meinte etwa Jack Falkner, Chef der Bergbahnen Sölden, „dass ein Zusammenschluss von großem Nutzen für beide Täler wäre“. Man habe in Sölden keine großen Wachstumsmöglichkeiten mehr, „aber wir können investieren“, meinte er. Und dass man für die Zukunft mehr Engagement „und weniger Saturiertheit“ brauche. „Wir haben eine gute Entwicklung am Berg, wir brauchen aber auch eine gute im Ort“, sprach Falkner zum Schluss die geplante Ortskernentwicklung Söldens an.

Ein Thema, das BM Ernst Schöpf in seiner Ansprache aufgriff: „Leider hat Sölden diesbezüglich seine Hausaufgaben noch nicht ganz erledigt, aber du hast bereits dein Wohlwollen signalisiert“, meinte er in Richtung LH Günther Platter. Die Umsetzung des Großvorhabens mit zwei Tunnel ist auf Landesunterstützung angewiesen, die TT berichtete.

Darauf ging Platter nicht ein. Er machte hingegen deutlich, dass die Seilbahngrundsätze derzeit evaluiert würden und die Eckpunkte klar seien. „Wir brauchen keine Neuerschließungen“, sagte Platter. „Ich bin aber überzeugt, dass die Seilbahngrundsätze für die Verbindung Pitztal-Ötztal kein Hindernis darstellen.“