"Spionage"-Fall sorgt im Ski-Weltcup für Ärger und Aufsehen

Während sich das Shiffrin-Lager über zu viele Beobachtungen beschwert, sieht es Henrik Kristoffersen gelassen, wenn er beim Training gefilmt wird.

Henrik Kristoffersen hat keine Probleme, wenn er beim Training von der Konkurrenz gefilmt wird.
© GEPA pictures/ Andreas Pranter

Adelboden/Wengen – Der norwegische Skirennläufer Henrik Kristoffersen hat nichts dagegen, wenn er beim Training von anderen intensiv beobachtet wird. "Wenn du im Winter trainierst, stehen viele Leute rum und filmen. Du kannst im Grunde alles auf YouTube finden. Außer beim Material habe ich keine Geheimnisse, also macht mir das nichts aus", sagte der Gesamtweltcupführende am Wochenende in Adelboden.

Im Damen-Weltcup wird derzeit ein "Spionage"-Fall thematisiert. Das Betreuerteam der Branchen-Besten Mikaela Shiffrin beschwert sich darüber, dass man im Lager der Slowakin Petra Vlhova (SVK) ein zu großes Augenmerk auf das Training der US-Amerikanerin legt. Das findet für alle einsichtig auf einem Hang statt, also nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Beim Materil hört der Spaß auf

Kristoffersen erklärte in Adelboden, dass er gerade erst gemeinsam mit den Franzosen um Victor Muffat-Jeandet trainiert habe. In der Vergangenheit kreuzten sich beim Training seine Wege auch öfters mit jenen von Marcel Hirscher. "Gemeinsames Training ist fein, das macht wirklich nichts. Wir müssen ja trotzdem unsere Sachen machen. Wir sind alle Menschen, wir fahren unterschiedlich Ski. Wenn du was davon mitnehmen kannst, ist das gut, aber am Ende geht es darum, was du machst."

Man könne immer von anderen lernen. "Wenn das jemand will, macht mir das wirklich nichts aus. Wir lernen von allen und entwickeln uns weiter." Was er aber freilich "nicht okay" finden würde, wäre, wenn jemand das Material ausspionieren würde. (APA)

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