Abzocke von "Schlüsseldiensten" in Imst und Kufstein

Imst, Kufstein – Hunderte Euro mussten zwei Männer in Tirol kürzlich selbsternannten Schlüsseldiensten bezahlen, um wieder in ihre Wohnungen zu kommen. Die Fälle beschäftigen nun die Polizei.

Der erste Fall ereignete sich im vergangenen Dezember im Bezirk Kufstein. Ein 17-Jähriger hatte sich ausgesperrt und einen Schlüsseldienst aus dem Internet angefordert. Ein Arbeiter erschien, öffnete binnen Sekunden die Tür mit einer Scheckkarte und verlangte dafür 400 Euro. Der Jugendliche hatte aber "nur" 200 Euro bei sich und übergab dem Arbeiter als zusätzlichen Pfand noch eine Spielekonsole im Wert von 500 Euro. Seither ist der Arbeiter nicht zu erreichen. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Kufstein (Tel.: 059133/7210) entgegen.

Am 2. Jänner ereignete sich in Imst dann ein dann ein ähnlicher Fall. Ein 27-Jähriger rief einen Schlüsseldienst an, weil er sich ausgesperrt hatte. Zwei Arbeiter kamen, öffneten die Tür durch Abdrehen des Zylinderschlosses und präsentierten eine saftige Rechnung: Mehrere Hundert Euro sollte der Mann bezahlen – am nächsten Tag sollte es dafür noch einen neuen Zylinder geben. Auch in diesem Fall sind die die Arbeiter seit ihrem Einsatz nicht mehr erreichbar. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Imst (Tel.: 059133/7100) entgegen. (TT.com)


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