Kot im Tempel: Sechs Touristen in Machu Picchu festgenommen

Für sechs Touristen aus vier verschiedenen Ländern könnte der Besuch des Weltkulturerbes Machu Picchu eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen – weil sie den Inka-Tempel als Toilette benutzten.

Die Inka errichteten Machu Picchu im 15. Jahrhundert auf einem Bergrücken in 2430 Metern Höhe.
© APA (dpa/gms/PROMPERU)/PROMPERò

Lima – Die im 15. Jahrhundert erbaute Inkastadt Macchu Piccu ist seit 1983 Unesco-Weltkulturerbe und lockt jährlich über zwei Millionen Touristen an. Doch nicht alle von ihnen wissen sich zu benehmen: Sechs Touristen wurden nun festgenommen, weil sie in einem Tempel der weltberühmten peruanischen Inka-Ruinen ihre Notdurft verrichtet haben sollen. Gegen sie wird nun wegen mutmaßlicher Schändung des kulturellen Erbes des südamerikanischen Landes ermittelt.

Die Touristen stammen demnach aus Frankreich, Argentinien, Brasilien und Chile. Ihnen drohen vier Jahre Haft. Sie waren am Sonntag festgenommen worden, nachdem Parkwächter und Polizisten sie im Sonnentempel gefunden hatten. Nach Angaben der peruanischen Behörden wurden in dem Tempel Exkremente gefunden. Zudem hätten die Behördenmitarbeiter einen Stein gefunden, der aus der Wand herausgebrochen sei und einen Riss im Boden verursacht habe. Die größten Teile des im Zentrum von Machu Picchu gelegenen Tempels sind für Touristen gesperrt. (TT.com)


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