Rückzug von Harry und Meghan: Queen unterstützt royalen Rücktritt

Nach dem überraschenden Rückzug von Prinz Harry und seiner Frau Meghan beruft die Queen eilig ein Krisentreffen ein. Dort scheint das Paar seine Pläne in Gegenwart der wichtigsten Mitglieder der Königsfamilie zu untermauern. Am Ende segnet die 93 Jahre alte Monarchin den Schritt ab.

Harry und Meghan hatten am vergangenen Mittwoch überraschend erklärt, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und finanziell unabhängig leben zu wollen.
© JEREMY SELWYN

London – Das britische Königshaus respektiert den royalen Rücktritt von Prinz Harry und seiner Frau Meghan. Nach einem Krisentreffen teilte Queen Elizabeth II. mit, dass sie und ihre Familie den Wunsch des Paares „voll und ganz unterstützen". „Wir respektieren und verstehen ihren Wunsch, ein unabhängiges Leben als eigene Familie zu führen, auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass sie dem Königshaus als Vollzeitmitglieder erhalten geblieben wären."

Die Queen hatte sich mit ihrem Sohn und Thronfolger Charles sowie dessen Söhnen William und Harry zu einem Krisengipfel auf Schloss Sandringham getroffen, um über die künftige Rolle von Harry und Meghan zu beraten. In ihrem kurzen Statement verkündet die 93 Jahre alte Monarchin eine Übergangsphase, in der das Paar Zeit in Großbritannien und Kanada verbringen werde. „Es handelt sich um eine komplizierte Angelegenheit, die noch nicht vollständig geklärt ist. Ich habe darum gebeten, dass in den nächsten Tagen alle nötigen Entscheidungen getroffen werden."

Die Erklärung der Queen im Wortlaut

„Ein Statement von Ihrer Majestät der Königin: Heute hatte meine Familie konstruktive Diskussionen über die Zukunft meines Enkels und seiner Familie. Meine Familie und ich unterstützen Harrys und Meghans Wunsch, sich ein neues Leben als junge Familie aufzubauen voll und ganz. Obwohl wir es bevorzugt hätten, wenn sie in Vollzeit arbeitende Mitglieder der könglichen Familie geblieben wären, respektieren und verstehen wir ihren Wunsch ein unabhängigeres Leben als Familie zu führen, während sie ein geschätzter Teil meiner Familie bleiben.

Harry und Meghan haben deutlich gemacht, dass sie sich in ihrem neuen Leben nicht auf öffentliche Mittel verlassen wollen. Deswegen wurde vereinbart, dass es eine Übergangsphase geben wird, während der die Sussexes Zeit in Kanada und dem Vereinigten Königreich verbringen werden. Es sind komplexe Angelegenheiten, die meine Familie lösen muss, und es muss noch weitere Arbeit getan werden, doch ich habe darum gebeten, in den kommenden Tagen zu endgültigen Entscheidungen zu kommen."

Bei einem Krisentreffen berieten die Queen, ihre beiden Enkel William und Harry sowie deren Vater, Thronfolger Prinz Charles, gemeinsam mit ihren Privatsekretären über die Folgen der Rückzugswünsche von Harry und Meghan.
© REUTERS

Harry und Meghan hatten am vergangenen Mittwoch überraschend erklärt, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und finanziell unabhängig leben zu wollen. Außerdem möchte das Paar künftig einen Teil seines Lebens in Nordamerika verbringen. Meghan war bei dem Krisentreffen auf dem Landsitz der Queen in Ostengland telefonisch aus Kanada zugeschaltet.

Die knappe Abschiedsankündigung von Harry und Meghan hatte in Großbritannien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst und das Königshaus in eine Krise gestürzt. Medienberichten zufolge hatte das Paar weder die Königin noch Harrys Vater Charles vorab in seine Entscheidung eingebunden. Außerdem blieben viele Fragen unbeantwortet. Offen ist beispielsweise, wer künftig die Kosten für ihre Sicherheit trägt.

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Harry und William kritisieren Bericht

Kurz vor dem Krisengipfel hatten Harry und sein älterer Bruder William sich bereits öffentlich gegen einen Bericht über ihr Verhältnis gewehrt. „Allen eindeutigen Dementi zum Trotz" habe eine britische Zeitung eine „Falschmeldung" über ihre Beziehung veröffentlicht, hieß es in einer seltenen gemeinsamen Erklärung der Herzöge von Sussex und Cambridge. „Für Brüder, die sich so sehr um die Fragen der psychischen Gesundheit kümmern, ist die Verwendung einer derart aufrührerischen Sprache beleidigend und potenziell schädlich", erklärten sie weiter. (AFP)


Schlagworte