Vermisstenfall in Belgien: Ehepaar ließ an Weihnachten sechs Kinder zurück

Im belgischen Charleroi streitet ein Ehepaar an einem Flussufer so laut, dass Zeugen die Polizei rufen. Als die Beamten eintreffen, fehlt von Mann und Frau jede Spur. Die Ermittler entdecken lediglich einen verlassenen Lieferwagen und einen Frauenschuh.

Charleroi ist eine Stadt in der Provinz Hennegau in der Wallonischen Region Belgiens.
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Charleroi – In Belgien hat ein Elternpaar seine sechs Kinder zu Weihnachten allein zu Hause zurückgelassen und ist seither spurlos verschwunden. Das Auto des Paares – ein weißer Kleinbus – sei mit laufendem Motor am Fluss Sambre in Charleroi gefunden worden, teilt die Polizei in ihrem Fahndungsaufruf mit. Ein Zeuge habe dort am Morgen des 26. Dezember laute Schreie einer Frau gehört und die Polizei gerufen.

Als die Beamten eintrafen, war das Paar demnach verschwunden. Die Polizei fand lediglich den noch laufenden Lieferwagen und einen Frauenschuh vor. In der Annahme, dass es sich um einen erweiterten Suizid handeln könnte, riefen die Ermittler ein Tauchteam hinzu, um den Fluss abzusuchen – ohne Erfolg.

Der belgische Sender RTBF berichtet, dass sich der 40 Jahre alte Mann und die 38 Jahre alte Frau mit afghanischen Wurzeln auch in den Tagen vor ihrem Verschwinden mehrfach heftig gestritten haben sollen. Zuletzt wurde das Paar demnach am Morgen des 26. Dezember gegen 4 Uhr von seiner 16-jährigen Tochter gesehen. Zum Alter der anderen fünf Kinder machte die Polizei keine Angaben. (dpa)


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