Baby in Indien kurz nach Geburt von Hunden in Krankenhaus totgebissen

Die Hunde sollen über ein offenes Fenster in den Operationssaal eines privaten Krankenhauses gelangt sein. Dort hätten sie das Kind angegriffen, teilte die Familie mit.

In Indien gibt es geschätzt 30 Millionen streunende Hunde. Viele von ihnen haben Tollwut.
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Neu-Delhi – In Indien ist ein Baby nur drei Stunden nach seiner Geburt in einem Krankenhaus von streunenden Hunden totgebissen worden. Die Tiere seien nach Angaben der Familie durch ein offenes Fenster in einen Operationssaal des privaten Krankenhauses im nordindischen Bezirk Farrukhabad gelangt und hätten das dort allein liegende Kind angegriffen, sagte der Ermittler Ved Prakash Panday am Dienstag.

Das Neugeborene sei am ganzen Körper verletzt worden, sagte der Ermittler. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung müsse jedoch noch die genaue Todesursache klären. Das Krankenhaus, das laut Behörden offenbar keine Betriebsgenehmigung hatte, wurde geschlossen. Mehrere Mitarbeiter der Klinik wurden wegen Totschlags angeklagt.

Krankenhaus bot Familie Schweigegeld

Vertreter des Akash-Ganga-Krankenhauses sagten der Familie nach deren Angaben zunächst, dass das Kind bereits tot geboren worden sei. Die Familie, die die Hunde in dem Operationssaal gehört hatte, hakte jedoch nach. Schließlich habe das Krankenhaus ihr ein Schweigegeld angeboten.

Berichte über in indischen Krankenhäusern streunende Hunde sind häufig. Vor allem in ländlichen Regionen sind die medizinischen Einrichtungen in schlechtem Zustand. In Indien leben mehr als 30 Millionen herrenlose Hunde, viele von ihnen haben Tollwut. (APA/AFP)


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